Zivilrecht
Wissenschaftliche Fachliteratur
Falls bei Ihnen die Veröffentlichung der Dissertation, Habilitation oder Masterarbeit ansteht, kontaktieren Sie uns jederzeit gern.


Simon Fink
Testieren 2.0 – Eine Untersuchung zur Zulässigkeit und Notwendigkeit eines digitalen Testamentes
Die Digitalisierung macht auch vor dem über einhundert Jahre alten Erbrecht keinen Halt. Deshalb befasst sich der Autor in seiner Arbeit mit den praxisrelevanten verschiedenen Möglichkeiten des digitalen Testierens. Solche digitalen Testamentsformen werden in der rechtswissenschaftlichen Literatur bis dato überwiegend mit dem Hinweis auf die vermeintlich erhöhte Manipulationsgefahr abgelehnt. Diese Bedenken widerlegt der Autor argumentativ, indem unter anderem auch […]

Tobias Weber
Erkenntnisse zur Rechtsnatur des Commodumsanspruchs
Zugleich ein Beitrag zum Legitimationsgrund für Modifikationen von Primärleistungspflichten und für die Geltung des Traditionsprinzips im BGB
Der Anspruch auf das stellvertretende Commodum (§ 285 BGB) ist eine der Kernvorschriften des allgemeinen Schuldrechts im Bürgerlichen Gesetzbuch. Obwohl diese Vorschrift bereits in der Fassung des BGBs von 1900 in vergleichbarer Form vorhanden war, ist es bislang nicht gelungen die Rechtsnatur des Commodumsanspruchs überzeugend zu erklären. Dies ist nicht nur von akademischer Relevanz, sondern auch für die Lösung der Anwendungs- und Auslegungsfragen dieser Norm […]

Stephan Schenk
Die Totensorge – ein Persönlichkeitsrecht
Zivilrechtliche Untersuchung der Verfügungsbefugnis am toten menschlichen Körper
Stephan Schenk befasst sich mit zivilrechtlichen Fragen, welche sich aus dem missbräuchlichen Umgang mit dem toten menschlichen Körper ergeben.
Der Umgang mit dem toten menschlichen Körper wird durch das Recht der Totensorge geregelt. Der Tod und auch die Totensorge gehören zu einem Teil unseres Lebens, womit man sich eher mit Unbehagen befasst. Dieses wirkt sich in der Gesellschaft in der Form aus, dass diese Themen oft tabuisiert werden. Diese Tabuisierung […]

Richard Schwander
Wirksamkeit automatischer Verlängerungsklauseln in Verbraucherverträgen
Schriften zum Verbraucherrecht
Allgemeine Geschäftsbedingungen, die eine automatische Verlängerung des Vertrages nach Ablauf einer Erstlaufzeit vorsehen, waren dem Verbraucher schon seit jeher ein Ärgernis: lang blieb man an einen missliebigen Vertrag gebunden, nur weil man die rechtzeitige Kündigung vergessen hatte. Dieses Ärgernis wurde zu-letzt dadurch in den Blick des Gesetzgebers gerückt, dass derartige Klauseln in immer mehr Lebensbereichen Einzug hielten. Waren solche Klauseln früher vor allem […]

Christoph Anlauf
Die täterorientierte Sanktion der Fußballvereine durch den Verband
Eine Überprüfung des Weges der Sanktion vom Verband bis zum Zuschauer
Sportrecht in Forschung und Praxis
Die Dissertation des Autors behandelt ein aktuelles, kontroverses Thema: Die Verantwortlichkeit von Fußballvereinen für das Verhalten ihrer Zuschauer. Sie ist für das deutsche Sportverbandsrecht nicht nur von herausragender Bedeutung, sondern ist vor allem umstritten und stellt somit eine echte rechtliche Herausforderung dar.
Im Mittelpunkt steht die Rechts- und Verfahrensordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Sie besagt, dass Vereine für das Fehlverhalten […]

Katarina Dierig
§ 181 BGB: Interessengerechte Schutznorm oder Störfaktor
Eine Untersuchung zum Insichgeschäft unter besonderer Berücksichtigung des Konzernrechts
§ 181 BGB bezweckt den Schutz des Vertretenen vor Interessenkonflikten in der Person des Vertreters unter größtmöglicher Wahrung der Rechtssicherheit. Die Norm sieht eine Beschränkung der Vertretungsmacht für Insichgeschäfte, also Fälle des Selbstkontrahierens und der Mehrfachvertretung, vor. Diese sind mangels Vertretungsmacht schwebend unwirksam, es sei denn, sie bestehen ausschließlich in der Erfüllung einer Verbindlichkeit oder der Vertretene hat sie zuvor gestattet. […]

Peter Felix Schuster
Bereicherungsrecht und neues Rücktrittsrecht
Die analoge Anwendung des Rücktrittsfolgenrechts nach dem Schuldrechtsmodernisierungsgesetz auf bereicherungsrechtlich abzuwickelnde gegenseitige Verträge in Zweipersonenverhältnissen unter Rückgriff auf ein gemeinsames Wertungskriterium der Ausnahmen zur Saldotheorie
Die Behandlung der Rückabwicklung gegenseitiger Verträge nach Bereicherungsrecht ist eine bis heute dogmatisch ungelöste Frage, obwohl sie schon kurze Zeit nach Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches erstmals gestellt wurde. Während die Rechtsprechung mit der Saldotheorie die Differenzhypothese des Schadensrechts fruchtbar machte, verlangten große Teile der Literatur einen Gleichlauf mit dem Rücktrittsfolgenrecht. [...]

Lena Daams
Private Enforcement im Kapitalmarktrecht
Das Verhältnis von Aufsichts- und Zivilrecht nach der MiFID II
Schriften zum Bank- und Kapitalmarktrecht
Durch die Neufassung der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) ist das Recht der Wertpapierdienstleistung in der EU grundlegend reformiert worden. Die unscheinbare Vorschrift des Art. 69 Abs. 2 UAbs. 3 MiFID II verpflichtet die Mitgliedstaaten, zivilrechtliche Sanktionsvorschriften vorzusehen, die im Falle einer Verletzung der Vorschriften der Richtlinie greifen. Diese Vorgabe befeuert die vor allem in Deutschland seit langem geführte Diskussion […]

Heiko Habermann
Die zivilrechtliche Störerhaftung bei einer Verletzung von Immaterialrechtsgütern im Internet
Die Frage der Verantwortlichkeit für fremde Rechtsverletzungen im Rahmen der Internetnutzung ist heute allgegenwärtig und beschäftigt Wissenschaft, Rechtsprechung und Rechtsberatung gleichermaßen. Betroffen sind sowohl die zugangsvermittelnden Provider als auch die Betreiber einer Web 2.0-Infrastruktur. Die schier unüberschaubare Zahl an unterschiedlichen Geschäftsmodellen und die entsprechende Rechtsprechung mit einer enormen Bandbreite bei der Bestimmung der zumutbaren […]

Seydi Söyleyen
Europäisierung des türkischen Rechts
Die Kodifizierung der fünf wichtigsten Gesetzbücher der Türkei
Schriftenreihe der Forschungsstelle für Türkisches Recht der Universität Augsburg
In seiner heutigen Form kann das türkische Recht als europäisch und „modern“ bezeichnet werden. Bis zur Gründung der türkischen Republik zu Beginn des 20. Jahrhunderts herrschte in der Türkei jedoch eine fundamental unterschiedliche Rechtsordnung vor, welche man durch eine radikale Europäisierung und Reformierung ersetzte.
Wie kam es zu der immens tiefgreifenden Maßnahme, ein ursprünglich fremdes Rechtssystem in einem Staat zu etablieren, dessen Gesetze zuvor […]