Sammelband: 25 Jahre Streitbeilegung 1992–2017 – Ist das „Südtirolproblem“ gelöst?!

25 Jahre Streitbeilegung 1992–2017 – Ist das „Südtirolproblem“ gelöst?!

Studien zum Völker- und Europarecht, Band 161

Hamburg 2018, 648 Seiten
ISBN 978-3-8300-9975-8

Alois Mock, Europäische Geschichte, Giulio Andreotti, Interview, Italien, Österreich, Parlamentsreden, Politik, Streit, Südtirol, UNO, Vereinte Nationen, Völkerrecht, Zeitgeschichte, Zeitzeugen

Zum Inhalt

Die Streitbeilegung 1992 in der Angelegenheit Südtirol zwischen Österreich und Italien vor der UNO ist für die europäische Historie von enormer Wichtigkeit. Sie ist der Schlussstrich unter einem Konflikt, der zwei Nachbarstaaten jahrzehntelang entzweit hat.

Nach 1918 und der Annexion durch das damalige Königreich Italien verschärften sich die Spannungen im Land von Etsch, Eisack und Rienz unter der faschistischen Unterdrückungspolitik und dem Nationalsozialismus Hitler-Deutschlands. Der Konflikt dauerte bis weit in die 1960er-Jahre und kam einer Vergewaltigung einer kulturellen und sprachlichen Minderheit in einem fremdnationalen Staat gleich. Erst mit dem „Paket“ aus dem Jahr 1969 konnte sich eine halbwegs befriedigende Lösung für die gegenwärtige Autonomie abzeichnen.

1992 wurde der Streit zwischen Österreich und Italien formell beendet. Und trotzdem, ein Vierteljahrhundert später muss man als Minderheit immer auf der Hut sein. Die Entwicklungen in Schottland und Katalonien haben gezeigt, dass es auch Völker in Europa gibt, die den Weg der Unabhängigkeit beschreiten wollen. Wird auch Südtirol diesen Weg einschlagen?

Die Zukunft wird es weisen. Dennoch muss man im kleinen Land im Herzen der Alpen alle drei Sprachgruppen in den Prozess einbinden. Der Weg des Dialogs und der Konsensbereitschaft muss über kurz oder lang ein Charakteristikum eines neuen Europas sein.

Dieser Sammelband bietet Einblick in die jüngere Geschichte Südtirols und spiegelt die unterschiedlichsten Meinungen zur Streitbeilegung wider.

Über den Herausgeber

Geboren 1979 in Bozen, Südtirol; 1996-2000 Buchbinderlehre; 2000-04 im Verwaltungssektor tätig; seit 2002 freier Mitarbeiter für Zeitungen, Zeitschriften, Onlinemedien und den Hörfunk im deutschsprachigen Raum; 2007 Abitur auf zweitem Bildungsweg; 2007-15 Studium der Geschichte (Hauptfach), Rechtswissenschaften, Politikwissenschaft, Wirtschaft, Europäische Ethnologie, Germanistik, Philosophie (Nebenfächer) an der Universität Innsbruck; seit 2015 Dissertant aus Geschichte/Völkerrecht an der Universität Innsbruck; Autor, Gastreferent, Rezensent, Übersetzer, Heimatkundler.

about the editor

Born in Bozen, South Tyrol, in 1979. 1996-2000: apprenticeship as a bookbinder. 2000-04: job as office clerk. 2002-present: freelancing as a writer/essayist for newspapers, journals, online media and radio stations all around the German-speaking world. 2007: high school graduation. 2007-15: pre-Bologna process 4-year university diploma, University of Innsbruck (Austrian title: Magister), major in History, minors in Law, Political Science, Economics, European Ethnology, German language and literature, Philosophy. 2015-present (in course): 2015 PhD student History and International Law (inter-disciplinary – dissertation writing stage) at the University of Innsbruck; author and co-author of several books, lecturer/invited speaker, reviewer, translator, local historian.



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