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Forschungsarbeit: Empirische Ästhetik

Empirische Ästhetik

Kognitiv-semio­tische Prozesse der Wirklichkeits-Kon­struktion in Alltag, Kunst und Design

Schriften zur Kultur­wissenschaft, Band 117

Hamburg 2016, 294 Seiten
ISBN 978-3-8300-9081-6

Ästhetik, Design, Designtheorie, Emprische Ästhetik, Gestaltpsychologie, Gestalttheorie, Jean Piaget, Kognitive Psychologie, Konstruktivismus, Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Modelltheorie, Musikwissenschaft, Philosophie, Psychologie, Semiotik, Thorstein Veblen

Zum Inhalt

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Trotz ihres enormen Umfangs liefert die philosophische Ästhetik offenbar keine brauchbaren Antworten auf die zentrale Frage: »Warum finden wir etwas attraktiv oder schön?« Diese Brauchbarkeit ist eine elementare Anforderung an jede Theorie (nicht nur für Designtheorie). Erst durch die Prognosefähigkeit wird eine Theorie im wissenschaftlichen Sinne brauchbar. Die Beschreibung von Tatsachen ist unzureichend für die Falsifizierbarkeit einer Theorie. Eine Ästhetik muss auch für die Vorhersage von Entscheidungen anwendbar sein (z.B. im Design). Eine normative Interpretation, was Menschen attraktiv finden „sollten“ reicht hier nicht. Stattdessen muss untersucht werden, was wir tatsächlich schön finden und wie dies unsere Entscheidungen beeinflusst.

Das Alltags-Leben verlangt eine Vielzahl von Entscheidungen (wie auch die tägliche Designpraxis). Jede Auswahl von „Etwas vor dem Hintergrund anderer Möglichkeiten“ kann als Präferenz-Ästhetik interpretiert werden. Dabei wird innerhalb eines Repertoires von Alternativen die attraktivste gewählt. Empirische Ästhetik ist somit ein notwendiger Bestandteil von Designtheorie (die transdisziplinär zu denken ist): »Wer wählt was in welcher Situation aus – und warum?« Ein wirkliches Verstehen ästhetischer Phänomene sollte auch eine modellbildende Erklärung ermöglichen. Das führt zur Frage: »Was ist der elementare Mechanismus jeder ästhetischen Erfahrung?«

Die vier Studien dieses Buches zeigen, dass eine Antwort möglich ist, und dass diese theoretisch wie auch praktisch relevant ist. Dabei wird ein eigenständiges Prozess-Modell der ästhetischen Wahrnehmung (Aisthesis) entwickelt. Dieses zeigt, wie die Erwartungen in Top-Down-Prozessen entstehen – und warum ohne jene weder die wissenschaftliche Analyse noch die Synthese im Design adäquat sein kann. Bedeutsam ist der konstruktivistische Handlungs-Charakter jeder Wahrnehmung: Ästhetische Prozesse können als Selbst-Test des bio-psycho-sozialen Beobachter-Systems „Mensch“ interpretiert werden. Daraus folgt auch, warum eine werk-orientierte Kunst-Ästhetik als methodisches Artefakt zurückgewiesen werden muss. Die Integrative Ästhetik braucht keine Trennung von „heroischen“ und „profanen“ Gestaltungs-Handlungen.



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