Forschungsarbeit: Technik und Mythologie Band VI

Technik und Mythologie Band VI

Elementarzeichen

ELEUSIS – Geisteswissenschaftliche Abhandlungen, Band 15

Hamburg 2005, 308 Seiten
ISBN 978-3-8300-1883-4 (Print), ISBN 978-3-339-01883-0 (eBook)

Astronomie, Christentum, Elementenlehre, Literaturwissenschaft, Mythologie, Philosophie, Physik, Religionsgeschichte

Zum Inhalt

Natur und Geschichte müssen – das ist heute der erste methodische Grundsatz der Geisteswissenschaft – zusammengesehen werden. Von diesem Prinzip läßt sich Villwock leiten, der im fortgesetzten Bestreben, den konkreten Begriff des Zusammenhangs von Technik und Mythologie im 20. Jahrhundert zu gewinnen, unter verschiedenen Perspektiven dem Schicksalssinn der klassischen Elemente nachspürt, welcher sich in ihrem rätselhaft verwickelten Zeichenbezug verbirgt. Die Elemente sind nicht bloß Gegenstände des Bezeichnens, sie sind selbst Zeichen, und zwar dergestalt, dass sie, gemäß dem Wort Heraklits über die Mitteilungsweise des Gottes Apollon im Tempel zu Delphi, weder nur offenbaren noch nur verbergen, sondern beides in einem Dritten, eben ihrem besonderen Zeichensein, verbinden. Im Zeichensein der Elemente gründet ihr Wesensbezug zur Sprache.

Die stärkste geschichtliche Virulenz aber gewinnen sie in ihrem Verhältnis zur Katastrophe, das in Mythologie und Christentum insofern gegensätzlich gedeutet wird, als jene deren periodische Wiederkehr nahelegt, während letzteres den Aspekt der Einmaligkeit akzentuiert: Sintflut oder Weltgericht sind ihm unwiederholbare Ereignisse. Ein entscheidender Vorgang des 20. Jahrhunderts besteht nun darin, daß hier mit Mitteln der neuen Technik der katastrophische Hintergrund des religiösen Bewußtseins der Menschheit in ein verschärfendes Licht gerückt wird. Diesen Vorgang hinsichtlich seiner Bedeutung und Tragweite einem tieferen Verständnis näher zu bringen, ist ein wesentliches Ziel des Autors.



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