Dissertation: Kampf gegen den Menschenhandel im Kontext des europäischen Menschenrechtsschutzes

Kampf gegen den Menschenhandel im Kontext des europäischen Menschenrechtsschutzes

Eine rechtsvergleichende Untersuchung zwischen Deutschland und Russland

Studien zum Völker- und Europarecht, Band 49

Hamburg 2008, 308 Seiten
ISBN 978-3-8300-3609-8 (Print & eBook)

Armut, Ausbeutung, Ausländerrecht, Deutschland, EMRK, EU, Europa, Europarat, Frauenhandel, Globalisierung, Menschenhandel, Menschenrechte, Menschenrechtsschutz, Menschenrechtsverletzung, Migration, Opferschutz, Organisierte Kriminalität, Osteuropa, Prostitution, Rechtswissenschaft, Russische Föderation, Russland, Strafrecht, Zwangsprostitution

Zum Inhalt

Menschenhandel ist kein neuartiges Phänomen. Seit mehr als 100 Jahren wird dieses Deliktsfeld auf unterschiedlichste Art und Weise bekämpft, bis heute stellt es ein sehr aktuelles und brisantes menschenrechtliches Thema dar. Trotz vieler, zahlreicher Erkenntnisse ist eine Verhinderung des Handels weder durch rechtliche Änderungen noch durch faktische Bemühungen gelungen.

Mit Menschenhandel werden – weltweit gesehen – neben dem Drogen- und Waffenhandel die höchsten Umsätze der organisierten Kriminalität erzielt. Opfer sind in der Regel Frauen und Kinder aus wirtschaftlich und sozial schwachen Staaten bzw. Regionen mit einem hohen Anteil an Arbeitslosigkeit und Armut. Zwangsprostitution und andere Formen sexueller Ausbeutung sowie Zwangsarbeit sind die Folge. Begünstigt wird der Menschenhandel durch die Globalisierung, den Wegfall von Grenzen, gewalttätige Konflikte und Krisen und dadurch ansteigende Flüchtlingsströme und Migration. Seit Mitte der 90er-Jahre ist, bedingt durch den Zusammenbruch des Sowjetimperialismus und den Wegfall des Eisernen Vorhangs, ein rasantes Ansteigen des Menschenhandels von Ost nach West festzustellen.

Die Abhandlung gibt Aufschluss über die Ursachen und Hintergründe des Handels allgemein und über das Ausmaß und die Lebenssituation der Opfer am Beispiel Russlands als Herkunfts-, Transit- und Zielland und Deutschlands als Ziel- und Transitland des Menschenhandels. Die Verfasserin erläutert die rechtlichen und faktischen Schwierigkeiten im Kampf gegen den Menschenhandel in den beiden Ländern. Abschließend werden die Umsetzungsmaßnahmen im Kontext des europäischen Menschenrechtsschutzes einander gegenübergestellt.

Mit großem Engagement wurde über die Hintergründe und Fakten des Menschenhandels in Russland recherchiert. Vor dem Hintergrund, dass die Bekämpfungsmaßnahmen dort noch in den Kinderschuhen stecken und dementsprechend nur wenige Quellen zu dieser Problematik existieren, ist die umfassende Gesamtdarstellung der Rechtslage sowie der faktischen Situation als besonders wertvoll anzusehen.



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