Coverabbildung: Forschungsarbeit, „Das Problem des Anfangs in der Kritik der Politischen Ökonomie von Karl Marx“ von Gerhard Stapelfeldt

Das Problem des Anfangs in der Kritik der Politischen Ökonomie von Karl Marx

Zum Verhältnis von Arbeitsbegriff und Dialektik

2. überarbeitete, aktualisierte und erweiterte Auflage

Herausgegeben von Bastian Bredtmann und Hanno Plass

Hamburg , 472 Seiten

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Zum Inhalt

Die Studie verhandelt Grundfragen einer Kritischen Theorie der Gesellschaft in Form einer Kritik der Politischen Ökonomie, welche vermittelt durch die Dialektik der Aufklärung Adornos und Horkheimers gelesen wird. Geklärt wird die unzureichende Rezeption Adam Smiths und David Ricardos durch die Marx-Forschung einerseits und das Verhältnis von Hegelscher Phänomenologie des Geistes sowie Wissenschaft der Logik und Kritik der Politischen Ökonomie andererseits.

Wenn im dialektischen Denken – dem „methodisch ausgebildeten Widerspruchsgeist“ (Hegel) – der Anfang bereits die Entfaltung enthält, ist die Bestimmung des Anfangs von zentraler Bedeutung für die Methode der Forschung und Darstellung. Die Studie nimmt somit Bezug auf die Frage Hegels: „Womit muß der Anfang in der Wissenschaft gemacht werden?“ – einem Kernproblem dialektischer Gesellschaftstheorie. Behandelt wird das Problem des Anfangs in der Kritik der Politischen Ökonomie, im Kapital von Karl Marx: die Argumentation des Waren-Kapitels, das Verhältnis des Waren-Kapitels zur Darstellung der „Verwandlung von Geld in Kapital“ und die Beziehung von Anfang und Fortgang.

Im ersten Kapitel werden die Strukturbeziehungen der klassischen Politischen Ökonomie Englands und der Philosophie Hegels diskutiert. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem Anfang der Kritik der Politischen Ökonomie, mit dem Begriff des Wertes und der Wertform-Theorie. Im dritten Kapitel „Zur Dialektik der Kritik der Politischen Ökonomie“ wird vor allem der Hegelsche Begriff der Entzweiung als Entstehungs- und Einheitsmoment von Krise und Kritik im Kapital ausgemacht.

Die Rechtsgründe der Kritik am Produktionsparadigma werden insofern aufgenommen, als die Marxsche Lehre vom „Doppelcharakter der in den Waren dargestellten Arbeit“ gelesen wird als negative Einheit von gesellschaftlichem Verhältnis und Verhalten des Menschen zur Natur.

Bei dem Buch handelt es sich um die vollständig überarbeitete und erweiterte Neuauflage der 1979 im Campus-Verlag erschienenen Dissertation von Gerhard Stapelfeldt. Entstanden ist die Schrift aus den Marx-Debatten der 60er und 70er Jahre; was von Interpreten des Kapitals zumeist nur als Desiderat eingefordert wurde, löst Das Problem des Anfangs ein und stellt somit einen wichtigen Beitrag zur Marx-Forschung dar.

Die Darstellung ist keine immanente Rekonstruktion des Werks von Marx, sondern begreift Das Kapital als immanente Kritik: das allein entspricht einer dialektischen Theorie der Gesellschaft. Diese bewahrt die Marxsche Utopie einer vernünftig eingerichteten Welt und legt dar, dass die Utopie als Kritik des Bestehenden nur negativ sein kann.

Bibliografische Daten

Autor Gerhard Stapelfeldt
Titel Das Problem des Anfangs in der Kritik der Politischen Ökonomie von Karl Marx
Untertitel Zum Verhältnis von Arbeitsbegriff und Dialektik
Weitere Details Herausgegeben von Bastian Bredtmann und Hanno Plass
Seiten 472
Erscheinungsjahr 2009
Ort Hamburg
Auflage 2. überarbeitete, aktualisierte und erweiterte Auflage
ISBN (Print) 978-3-8300-3963-1
eISBN (eBook) 978-3-339-03963-7
Schriftenreihe KRITIK UND REFLEXION – Interdisziplinäre Beiträge zur kritischen Gesellschaftstheorie
Herausgeber Prof. Dr. Gerhard Stapelfeldt
Band 7

Zum Autor

Gerhard Stapelfeldt studierte von 1969 bis 1974 Architektur an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und schloss mit dem Diplom-Ingenieur ab. Parallel dazu vertiefte er seine Kenntnisse in Soziologie, Politikwissenschaft, Philosophie und Psychologie an der Universität Hamburg, wo er 1978 promovierte und 1997 habilitierte. Von 1979 bis 2009 lehrte er am Institut für Soziologie der Universität Hamburg mit Schwerpunkt auf Kritik der politischen Ökonomie und Kritischer Theorie der Gesellschaft. Zudem war er zwischen 1990 und 2007 in der Lehre der Gesellschaftswissenschaften an der Fachhochschule Hamburg tätig.

Gerhard Stapelfeldt lehrte bis 2009 als Professor am Institut für Soziologie der Universität Hamburg. Seitdem arbeitet er als freier Schriftsteller in Hamburg.

Der Autor hat bisher 30 Monographien und rund 50 Aufsätze in verschiedenen Fachzeitschriften und Sammelbänden veröffentlicht.

Hier finden Sie ein Gespräch zwischen Gerhard Stapelfeldt & Denis Brodack geführt im März 2025 auf YouTube zu seinem Buch „Das Problem des Anfangs in der Kritik der Politischen Ökonomie von Karl Marx“.

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