Dissertation: Die Behandlung von Maßnahmen der Corporate Social Responsibility im deutschen und tansanischen Gesellschafts- und Wettbewerbsrecht

Die Behandlung von Maßnahmen der Corporate Social Responsibility im deutschen und tansanischen Gesellschafts- und Wettbewerbsrecht

Schriftenreihe zum internationalen Einheitsrecht und zur Rechtsvergleichung, Band 58

Hamburg 2017, 482 Seiten
ISBN 978-3-8300-9556-9 (Print & eBook)

Corporate Citizenship, Corporate Governance, Corporate Social Responsibility, CSR, CSR-Instrumente, Geschäftliche Handlungen, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Tansania, Unlauterer Wettbewerb, Werbung mit CSR-Angaben, Wettbewerbsbeschränkungen, Wettbewerbsirreführungen, Wettbewerbsrecht

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Corporate Social Responsibility (CSR) stellt die Verantwortung der Unternehmen gegenüber den Beteiligten im Wertschöpfungsprozess, wie Aktionären, Arbeitnehmern, Lieferanten, Kunden, Öffentlichkeit und Umwelt, in den Vordergrund. In jüngster Zeit greifen Regierungen, Unternehmen, Zivilgesellschaftsorganisationen und Nichtregierungsorganisationen verstärkt auf die Übernahme von CSR als Regulierungskonzept zurück. Dennoch wurde bislang wenig über die Möglichkeiten der rechtlichen Förderung und Durchsetzung von CSR-Standards geforscht.

In diesem Buch wird die Auffassung thematisiert, dass auch so verstandene CSR-Konzepte in Konflikt mit den bestehenden Gesetzen geraten können, da die Einführung von CSR-Standards und die damit verbundenen Maßnahmen sich auf verschiedene Rechtspositionen auswirken. Die rechtlichen Rahmenbedingungen können einerseits die Übernahme von CSR-Konzepten sowohl fördern als auch erschweren. Diesbezüglich werden das deutsche Aktiengesetz (AktG) und der tansanische Companies Act (CA) untersucht. Verhaltensweisen und Maßnahmen, die mit der Einführung des CSR-Konzepts in einem Unternehmen verbunden sind, können andererseits auch zu Rechtsverstößen führen. Bei Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht können in Deutschland das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) und das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) sowie in Tansania der Fair Competition Act (FCA) angewendet werden, um die dadurch resultierenden Wettbewerbsbeschränkungen und Wettbewerbsverfälschungen durch Irreführungen zu sanktionieren. Eine umfangreiche kritische Diskussion der allgemeinen Theorien und Denkansätze des Gesellschaftsrechts mit Fokus auf das AktG und den tansanischen Companies Act 2002 wird geführt, um Förderungen, Hindernisse, Befugnisse und Grenzen des Gesellschaftsrechts bzw. des Handelsrechts bei der Annahme der CSR festzustellen. Dabei werden die zutreffenden EU-Grundlagen, vor allem die Richtlinien 2003/51/EG und 2014/95/EU einschließlich ihrer Auswirkungen auf das HGB und das AktG, diskutiert.

Des Weiteren werden die Grenzen des Wettbewerbsrechts auf das CSR-Konzept klar, einprägsam, ausführlich und gründlich nach GWB, UWG und tansanischem Fair Competition Act 2003 dargestellt. Zugleich werden die relevanten Vorgaben der EU-Grundlagen, vor allem des AEUV, der UGP-RL und der Richtlinie 2006/114/EU, behandelt. Die kartellrechtlichen Wettbewerbsbeschränkungen, die mit dem CSR-Konzept verbunden werden können, werden anhand von konkreten Beispielen kritisch erörtert, ebenso die Wettbewerbsirreführungen, die mit dem CSR-Konzept verbunden werden können, anhand von Fallkonstellationen. Insgesamt öffnet der Rechtsvergleich zwischen Tansania und Deutschland mehr den Blick für neue Ansätze für Tansania als für Deutschland.

Dieses Buch soll zur Literatur des Rechts und der CSR beitragen und hilfreich sein für Wissenschaftler, Forscher und Studenten höheren Semesters mit Interesse an Gesellschafts-, Handels- und Wettbewerbsrecht.

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