Dissertation: Gewalt im Netz

Gewalt im Netz

Studien über Risikofaktoren von Cyberbullying, Cybergrooming und Poly-Cyber­viktimisierung unter Jugendlichen aus vier Ländern

Studien zur Kindheits- und Jugend­forschung, Band 68

Hamburg 2017, 366 Seiten
ISBN 978-3-8300-9518-7

Cyberbullying, Cybergrooming, Cyberviktimisierung, Gewalt, IKT, Informations- und Kommunikationstechnlogien, Jugendliche, Kindheits- und Jugendforschung, Medienpädagogik, Medienpsychologie, Mobbing, Neue Medien, Pädagogik, Poly-Viktimisierung, Psychologie, Risikofaktoren, Selbstberichtsstudie

Zum Inhalt

Informations- und Kommunikationstechnologien sind für viele Jugendliche integraler Bestandteil ihres Lebens geworden. Diese alltägliche Nutzung birgt Chancen, aber auch Risiken. Ein Onlinerisiko, dem Jugendliche rund um die Welt ausgesetzt sind, ist Cybergewalt.

Das Buch beginnt mit einem Überblick über den aktuellen Forschungs­stand zu zwei Formen von Cybergewalt, nämlich Cyberbullying und Cybergrooming. Im empirischen Teil werden erst Studien zu Cyberbullying und dann zu Cybergrooming getrennt voneinander vorgestellt. Anschließend werden beide Cybergewaltphänomene miteinander in Bezug gesetzt, indem Untersuchungen zu Poly-Cyberviktimisierung durch Cyberbullying und Cybergrooming präsentiert werden. Als Datengrundlage dienen Querschnittstudien unter Jugendlichen aus Deutschland, den Niederlanden, USA und Thailand.

Insgesamt zeigen die Studien auf, dass Jugendliche, die in Cybergewalt verwickelt sind, ein erhöhtes gesundheits-, bildungs- und onlinebezogenes Risikoverhalten, geringes Selbstvertrauen und ungünstige Bewältigungs­strategien aufweisen. Bei der Identifikation besonders belasteter Risikogruppen spielen die Kombination von Beteiligungsformen (Täterschaft; Opferschaft), der Kontext (online; offline) und die erlebte Cybergewaltform (sexuell; nicht sexuell) eine wesentliche Rolle. Insgesamt werden neben einer Vertiefung der Forschungsstände zu Cyberbullying und Cybergrooming neue Erkenntnisse über die Interdependenzen verschiedener Formen von Cybergewalt erzielt. Das Buch schließt mit Hinweisen für zukünftige Forschung zu Cybergewalt und praktischen Implikationen für die Gestaltung präventiver Maßnahmen ab.



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