Doktorarbeit: Krisen-Bildung – Aus- und Weiterbildung von KriseninterventionshelferInnen

Krisen-Bildung –
Aus- und Weiterbildung von KriseninterventionshelferInnen

2. unveränderte Neuauflage

Studien zur Erwachsenenbildung, Band 28

Hamburg 2011, 468 Seiten
ISBN 978-3-8300-3537-4 (Print), ISBN 978-3-339-03537-0 (eBook)

Rezensionen

Sebastian Roth legt mit seiner Dissertationsschrift eine fundierte Abhandlung über die Kriseninterventionshilfe vor, einem relativ "jungen" Handlungsfeld, das sich derzeit auf dem Weg der Professionalisierung befindet. [...]
Insgesamt gesehen, tragen alle Ergebnisse der Arbeit dazu bei, auch im Ehrenamt jene Grundlagen zu legen, die für die Aus- und Weiterbildung etablierter helfender Berufe grossteils Standard geworden sind. Der Schrift ist Verbreitung in der sozialarbeiterischen oder therapeutischen Ausbildung zu wünschen, vor allem auch in der Weiterbildung der Krisenintervention.

Frederic Fredersdorf, in:
soziales kapital, 05/2009

[...] Unter dem Strich stärkt der Entwurf von Sebastian Roth die Fachdiskussion über das Lernen und Lehren von Krisenintervention und resümiert treffend typische Einstellungen und Ausbildungsbedingungen der ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Burkhart Brückner, in:
socialnet Rezensionen, 31.05.2008

[…] Das 448 Seiten umfassende Buch analysiert die komplette Bandbreite der Krisenintervention sehr ausführlich und besitzt einen sehr hohen wissenschaftlichen Anspruch. […] nahezu alle Facetten der Krisenintervention (werden) wissenschaftlich beleuchtet […]

Rettungs-Magazin, 07/08/2008

[…] Für alle, die wirklich tief in diese Thematik einsteigen möchten, auf jeden Fall lesenswert. Zur Erkenntnisgewinnung und Beantwortung der Forschungsfragen werden erwachsenendidaktische, sozialisationstheoretische, existenzphilosophische und entwicklungspsychologische Aspekte herangezogen.

Thomas Braun / Gerhard Nadler, in:
Rettungsdienst-Journal, 1/2008

[...] Roth schafft mit seiner Arbeit ein fundiertes wissenschaftliches Fundament für die fast überall ehrenamtliche Tätigkeit im Kriseninterventionsdienst (KID). „Der wissenschaftliche Rahmen fehlte bisher, da die noch recht junge Disziplin der Krisenintervention im Rettungsdienst von ehrenamtlichen Idealisten ins Leben gerufen wurde, die die praktische Notwendigkeit erkannten und sofort handelten“, erklärt BRK-Fachdienstleiter Helmut Langosch [...]

Markus Leitner, in:
Bayerisches Rotes Kreuz, 23.10.2007

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Zum Inhalt

In dieser Forschungsarbeit geht es um Krisen und deren subjektive und gesellschaftliche Bedeutung. Es wird nachgewiesen, dass gerade in akuten Krisensituationen die zeitnahe Hilfe durch Krisenintervention die Möglichkeit der Wahl darstellt, schnell und nachhaltig auf den weiteren Verlauf und die individuellen Auswirkungen Einfluss nehmen zu können. Hierfür bedarf es besonders ausgebildeter Personen, welche durch eine Spezialausbildung zum/zur Kriseninterventionshelfer/in in die Lage versetzt werden sollen, den von einem nicht-normativen und potenziell traumatogen wirkenden Ereignis betroffenen Menschen adäquate Hilfestellung zu geben. Unter anderem wird der Frage nachgegangen, welche Kompetenzen ehrenamtliche MitarbeiterInnen von Kriseninterventionsteams (KIT) benötigen und welche Bedeutung hierfür die Bereitschaft für alltags- und lebensbegleitendes Lernen hat. Neben der Grundlegung einer Theorie der Krisen-Bildung wird das Praxisfeld der gemeindenahen und den Rettungsdienst ergänzenden Krisenintervention dargestellt. Im empirischen Teil werden die Ergebnisse einer länderübergreifenden webbasierten Online-Umfrage unter 185 KriseninterventionshelferInnen vorgestellt und ausführlich diskutiert.

Die Studie verortet sich an den Schnittstellen zwischen Pädagogik/Erwachsenenbildung, Psychologie/Psychotraumatologie, Philosophie, Soziologie und Medizin. Insbesondere werden erwachsenendidaktische, entwicklungspsychologische, existenzphiloso-
phische, sozialisationstheoretische und anthropologische Inhalte und Aspekte zur Erkenntnisgewinnung und zur Beantwortung der Forschungsfragen herangezogen.



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