Doktorarbeit: Wie im richtigen Fernsehen

Wie im richtigen Fernsehen

Die Inszenierung der Geschlechter in der Fernsehfiktion

COMMUNICATIO, Band 2

Hamburg 2000, 436 Seiten
ISBN 978-3-8300-0118-8 (Print)

ARD, Fernsehen, Fernsehfiktion, Frauenbild, Geschlecht, Geschlechterrollen, Körpersprache, Kommunikationswissenschaft, Konstruktion, Männerbild, RTL, SAT.1, ZDF

Zum Inhalt

Kein Zweifel, Medien sind Sozialisationsagenten ersten Ranges: Sie vermitteln Ansichten, Werthaltungen und Verhaltensmuster, geben Orientierungs- und Lebenshilfen und bieten im wahrsten Sinne des Wortes „Welt-Anschauung“. Doch wie sieht die mediale Konstruktion von Wirklichkeitsentwürfen aus? Was sind das für Frauen- und Männertypen, die uns als Identifikationsmuster präsentiert werden? Wie verhalten sich die Fernsehmänner und -frauen zueinander? Sind sie Abbilder oder Zerrbilder sozialer Realität?

Dass hier Einfalt statt Vielfalt herrscht und das Fernsehen überwiegend Stereotype beider Geschlechter liefert, will die vorliegende Arbeit zeigen. Das Ausgangsmaterial für die Inhaltsanalyse liefert das Fernsehen selbst. Die Fernsehfiktion eines x-beliebigen Samstagsprogramms von ARD, ZDF, SAT.1 und RTL wurde aufgezeichnet und auf die Rollen von Frau und Mann hin untersucht. So konnte der „Bauplan“ der Rollen gewissermaßen freigelegt werden. In einem eigenen Teil der Arbeit wurde die körpersprachliche Kommunikation der Geschlechter, besonders die in Paarbeziehungen, im Hinblick auf ihr Verhalten im Raum untersucht.

Die Ergebnisse zeigen, dass weibliche und männliche Körpersprache im Fernsehen ein hierarchisches Verhältnis zwischen den Geschlechtern etablieren. Frauen werden im Fernsehen oft als naiv und hilflos dargestellt, während ihre männlichen Rollenpartner als Helden brillieren.

In einem eigenen Kapitel setzt sich die Arbeit mit der zunehmenden Sexualisierung des Fernsehprogramms, der Bagatellisierung von Gewalt gegen Frauen und der häufigen Verknüpfung von Sexualität und Gewalt in der Fernsehfiktion auseinander.



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