Doktorarbeit: Die rechtsetzende Funktion des schlichten Parlamentsbeschlusses

Die rechtsetzende Funktion des schlichten Parlamentsbeschlusses

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Studien zum bayerischen, nationalen und supranationalen Öffentlichen Recht, Band 32

Hamburg , 532 Seiten

ISBN 978-3-339-12074-8 (Print) |ISBN 978-3-339-12075-5 (eBook)

Rezension

[...] Insgesamt erweist sich das Buch als wertvoller Beitrag zur rechtlichen Einordnung von Parlamentsbeschlüssen. Dazu trägt neben der eingehenden deskriptiven Darstellung der Rechtsprechung und parlamentarischen Praxis insbesondere die grundlegende Aufarbeitung von Wesen und Inhalt der Parlamentsbeschlüsse außerhalb des Gesetzgebungsverfahrens bei. Das Buch gehört in jede Parlaments- und Fraktionsbibliothek. Darüber hinaus ist es für Verfassungs- und Parlamentsrechtler, Praktiker in der Parlamentsarbeit und in den Regierungsstellen sowie auch für jeden, der sich mit parlamentsrechtlichen Fragen befasst, ein unverzichtbarer Wegweiser.

Paul Glauben in: Die Öffentliche Verwaltung, DÖV 21/2022


Zum Inhalt englishenglish

Im ersten Teil der Studie wird der gegenwärtige Meinungsstand zum schlichten Parlamentsbeschluss dargestellt. Dabei wird auf verschiedene Ansätze im Schrifttum eingegangen und eine umfangreiche Auswertung der Rspr. vorgenommen. Neben den Entscheidungen zum Streitkräfteeinsatz und zur Integrationsverantwortung im Rahmen der EU-Rechtsetzung wird als Sonderfall die Zustimmung des Bayerischen Landtags zu Staatsverträgen nach Art. 72 Abs. 2 BayVerf. und der Parlamentsvorbehalt beim Rechtsverordnungserlass nach Art. 80 GG untersucht. Im Anschluss findet eine Neueinteilung der Beschlüsse im Dienste der Parlamentsfunktionen statt und es wird die Kategorie der sog. „qualifizierten Parlamentsbeschlüsse“ gebildet, die ihren Adressaten rechtlich binden.

Der zweite Teil der Abhandlung beschäftigt sich mit der Frage, ob die qualifizierten Parlamentsbeschlüsse der Sache nach als Rechtsetzung des Parlaments verstanden werden können. Unter der Rechtsetzungsfunktion des Parlaments werden die Beschlüsse in Abgrenzung zu den legislativen Akten näher ausgeforscht. Dabei sind das Verständnis des Vorbehalts des Gesetzes, der Wesentlichkeitstheorie, des Parlamentsvorbehalts und des Vorrangs des Gesetzes maßgeblich. Ferner wird die parlamentarische Wahlfreiheit der Handlungsinstrumente untersucht und ein eingeschränkter Spielraum festgestellt. Anschließend wird der Parlamentsbeschluss im Rahmen des Rechtsverordnungserlasses eingehend beleuchtet, insb. der sog. Änderungsvorbehalt.

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