Studie: Das Ukraine-Bild in Deutschland: Die Rolle der russischen Medien

Das Ukraine-Bild in Deutschland: Die Rolle der russischen Medien

Wie Russland die deutsche Öffentlichkeit beeinflusst

Schriften zur interna­tionalen Politik, Band 51

Hamburg 2016, 186 Seiten
ISBN 978-3-8300-9120-2

Außenpolitik, Desinformation, Deutschland, Dmitrij Kiselev, Einflussnahme, Fake News, Informationspolitik, Ivan Rodionov, Medien, Medienwissenschaft, Öffentliche Meinung, Öffentlichkeit, Osteuropa, Osteuropa-Studien, Politikwissenschaft, Rossija Segodnja, RT, russische Medien, Russland, Softpower, Ukraine, Ukraine-Bild, Ukraine-Konflikt, Vladimir Putin

Zum Inhalt

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Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts intensiviert Russland seine Informationspolitik in Deutschland: Russische Staatsmedien werden massiv ausgebaut, gleichzeitig wird ein Netz an deutschen Kooperationspartnern, russischen und deutschen Experten und Unterstützern geschaffen, die russische offizielle Positionen in den deutschen Medien verbreiten und damit das Ukraine-Bild in der Öffentlichkeit prägen. Die zentrale Frage der Studie ist: Wie erfolgreich beeinflusst Russland die öffentliche Meinung in Deutschland zum Ukraine-Konflikt? Welche Akteure, Institutionen und Faktoren spielen dabei die größte Rolle?

Die Verfasserin untersucht diese Frage auf zwei Ebenen, der operativen und der inhaltlichen. Auf der operativen Ebene wird gezeigt, wie das Netzwerk der russischen Auslandsmedien in Deutschland funktioniert. In der Studie werden 50 Akteure des russischen Informationsnetzwerkes in Deutschland analysiert. Im inhaltlichen Teil geht es um das Ukraine-Bild in den russischen Medienbeiträgen und relevanten deutschen Publikationen.

Hinsichtlich der immer weiter um sich greifenden Desinformation Russlands (Fall Lisa) ist diese Studie sehr aktuell. Es wurden etwa 500 Quellen aus deutschen und russischen Medien ausgewertet, die Fakten über das Netzwerk und die Einflussnahme auf die deutsche Öffentlichkeit bieten. Erstmals wird hiermit eine Fallstudie zu Deutschland veröffentlicht.

Zur Autorin

Susanne Spahn, Dr. phil., lebt als freie Journalistin, Historikerin und Politologin in Berlin. Nach dem Studium der osteuropäischen Geschichte, Slawistik und Politikwissenschaft an den Universitäten St. Petersburg und Köln folgte 2011 die Promotion. Ihre Dissertation Staatliche Unabhängigkeit - das Ende der ostslawischen Gemeinschaft? Die Außenpolitik Russlands gegenüber der Ukraine und Belarus seit 1991 ist im Verlag Dr. Kovač erschienen. Spahn absolvierte ein Volontariat bei der Süddeutschen Zeitung und berichtete 2010/11 aus Moskau für die Welt, Deutsche Welle, Zeit online, Magazin Außenwirtschaft u.a. Sie verfasst wissenschaftliche Analysen und Studien für Zeitschriften und politische Stiftungen.

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