Dissertation: Der Schutz indigenen Wissens im Spannungsfeld von Immaterialgüterrecht und customary law

Der Schutz indigenen Wissens im Spannungsfeld von Immaterialgüterrecht und customary law

Am Beispiel des südafrikanischen Intellectual Property Laws Amendment Act 2013

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Studien zum Gewerblichen Rechtsschutz und zum Urheberrecht, Band 122

Hamburg , 370 Seiten

ISBN 978-3-8300-8540-9 (Print) |ISBN 978-3-339-08540-5 (eBook)

Rezension

[...] Die Frankfurter Dissertation, die auf Studien in Südafrika beruht, betritt vielfach Neuland. Sie ist klar und spannend geschrieben, hält auch gelegentlich mit der Kritik nicht zurück. Der Leser lernt viel über die Sonderstellung des neuen südafrikanischen Rechtssystems und seine Originalität, aber auch über den Mut des dortigen Gesetzgebers, solche Fragen zu regeln.

Erik Jayme in: UFITA - Archiv für Urheber- und Medienrecht, 2016/II


Zum Inhalt

Der Schutz indigenen Wissens ist insbesondere seit Mitte der 1990er-Jahre eine intensiv diskutierte Thematik im Rahmen des internationalen Immaterialgüterrechts. IK bezeichnet allgemein das Wissen, das von indigen Gemeinschaften herrührt und „ein breites Spektrum an Kenntnissen und Erfahrungen“ beinhaltet.

Die wachsende rechtliche Auseinandersetzung mit Wissen jeglicher Art beruht auf der erheblichen Bedeutung, die Wissen und Informationen in der globalen Welt bzw. Wirtschaft – der „Informations- bzw. Wissensgesellschaft“ – ein- nehmen. „In Zeiten der brain power industries“ wird der Wohlstand eines Staates nicht mehr ausschließlich durch materielle Besitztümer definiert. Daher bilden Immaterialgüter einen zentralen Aspekt des Wirtschaftslebens.

Die Welt des Wissens unterliegt einem stetigen Wandel, und die modernen Wissenssysteme benötigen fortwährend neuen Input. Die Globalisierung und die Möglichkeit eines weltweiten Zugriffs auf Informationen erhöhen die Anforderung an Unternehmen, stets neue kreative Ideen und Produkte zu entwickeln, wobei in der heutigen Zeit bevorzugt auf „ethnische“ Begrifflichkeiten zurückgegriffen wird.

Ein Beispiel dieser Entwicklung ist der Titel eines aktuellen Linux-Programms Ubuntu. Dieser Begriff bezeichnet eine afrikanische Lebensphilosophie mit besonderem Fokus auf Gruppensolidarität und Verhalten des Einzelnen gegenüber anderen Gruppenmitgliedern. Dieses Konzept von Menschlichkeit, sozialer Gerechtigkeit und Fairness ist Grundlage der südafrikanischen Verfassung.

Die Verwendung solcher indigener Begrifflichkeiten und anderer Wissensgüter wird im Rahmen dieser Studie aufgegriffen und einer rechtlichen Erörterung unterzogen.

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