Doktorarbeit: Die Zahlungsdiensterichtlinie und ihre Umsetzung

Die Zahlungsdiensterichtlinie und ihre Umsetzung

Modell, Rechtsvergleich und allgemeine Lehren

Studien zum Völker- und Europarecht, Band 108

Hamburg 2013, 298 Seiten
ISBN 978-3-8300-6908-9 (Print & eBook)

Anscheinsbeweis, Bankrecht, Code monĂ©taire et financier, EU-Zahlungsdienstrichtlinie, Europarecht, Horizontale Harmonisierung, Kartenzahlung, Lastschrift, Payment Service Directive, Rechtsvergleichung, Richtlinienauslegung, SEPA-Produkte, Überweisung, Vollharmonisierung, Zahlungsdienste, Zivilrecht, §§ 675c-676c BGB

Zum Inhalt

Mit Umsetzung der Zahlungsdiensterichtlinie (RL 2007/64/EG) Ende 2009 fand eine umfassende Neuordnung des Zahlungsverkehrsrechts in Europa statt. Erstmals gibt es nun ein einheitliches Regime fĂŒr die rechtliche Abwicklung unbarer Zahlungen. Ziel der Richtlinie ist nach dem Willen der EuropĂ€ischen Kommission der Aufbau eines einheitlichen europĂ€ischen Zahlungsverkehrsraum. Von den Richtlinienregelungen sind daher nicht nur grenzĂŒberschreitende, sondern auch auf rein nationalstaatliche Zahlungen erfasst. Das Buch befasst sich zunĂ€chst mit der Entwicklungsgeschichte und dem Regelungskonzept der Zahlungsdiensterichtlinie. Letzteres ist durch konsequente Vollharmonisierung und einer parallelen Erfassung aller Zahlungsinstrumente – der sog. „horizontalen Harmonisierung“ – gekennzeichnet. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Umsetzung der Richtlinienvorschriften in die nationalen Rechtsordnungen von Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Im Mittelpunkt dieser rechtsvergleichenden Studie steht dabei die rechtliche Behandlung der drei dominierenden bargeldlosen Zahlungsmittel Überweisung, Lastschrift, Kartenzahlung sowie der SEPA-Zahlungsinstrumente. Obwohl es sich bei der Zahlungsdiensterichtlinie um eine Vollharmonisierungsrichtlinie handelt, gibt es zwischen den betrachteten Mitgliedstaaten noch immer – zum Teil bemerkenswerte – rechtliche Unterschiede. Von dem anvisierten einheitlichen europĂ€ischen Zahlungsrecht kann trotz großer Vereinheitlichung noch nicht die Rede sein. Insbesondere in Haftungsfragen unterscheiden sich die betrachteten Rechtsordnungen signifikant. Der Autor untersucht die bestehenden Unterschiede und ergrĂŒndet deren Ursachen. Aus dieser Analyse heraus widmet er sich der Frage, welche allgemeinen Lehren aus der Wirkungsweise der Vollharmonisierung und der „horizontalen Harmonisierung“ fĂŒr das europĂ€ische Privatrecht generell und in Bezug auf ihr Zusammenspiel mit den nationalen Rechtsordnungen gezogen werden können. Auf diesem Wege zeigt die Studie AnsĂ€tze fĂŒr eine zukĂŒnftige Harmonisierung im europĂ€ischen Privatrecht auf.



Informationen ĂŒber das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben