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Die Theologiekritik von Hans Heinz Holz

THEOS – Studienreihe Theologische Forschungsergebnisse, Band 164

Hamburg , 152 Seiten

ISBN 978-3-339-13144-7 (Print)
ISBN 978-3-339-13145-4 (eBook)

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Hans Heinz Holz (1927–2011) war in seiner Jugend antifaschistischer Widerstandskämpfer. Nach seiner Tätigkeit als Journalist und Redakteur wurde er Philosophieprofessor in Marburg (BRD) und in Groningen (NL). Er verstand sich als Vertreter der materialistischen Weltanschauung. Trotzdem setzte er sich in filigraner Weise auch mit Ansichten auseinander, die im Gegensatz zu seiner Einstellung standen. Er führte Diskussionen in Studentengemeinden und erwähnte Gespräche mit prominenten Theologen. Auch in seinem Schriftwerk thematisierte er theologische und idealistische Positionen, etwa in seinem Opus magnum über die Problemgeschichte der Dialektik. Die Analyse des äußerst differenzierten dialektischen Denkens in der Verquickung von Theologie und Philosophie im Mittelalter ließ er sich nicht entgehen. Sein Nachweis verschiedener Fundamente in der Tektonik von Philosophie und Theologie genügte ihm keineswegs. Er vertiefte teilweise auch durchaus mit positiven Urteilen die logische Nachvollziehbarkeit theologischen Denkens. Theologiekritik stand allerdings nicht im Zentrum seines Werks. Daher werden in dieser Monographie Kernpunkte seiner Kritik der Theologie schwerpunktmäßig rekonstruiert. Holz hielt das Abbilden von Theologie auf Philosophie und den umgekehrten Prozess für möglich. Der Akzent in diesem Buch liegt auf seiner Kritik am Abbilden von poly- und monotheistischer Theologie auf Philosophie. Rational und mit strenger Logik argumentierend stieß Holz insbesondere in der jüdisch-christlichen Dogmengeschichte auf Aporien, Paradoxien, Begriffsverschiebungen, Übersetzungsfehler und irrationale Aussagen beim Abbilden auf Philosophie. Die von Holz kühl vorgetragenen Kritikpunkte können aktuell für die niveauvolle Selbstklärung eigener Ansichten dienen und als Argumente beim Führen anspruchsvoller Dialoge aufgegriffen werden. Holz zeigte, dass solche Diskussionen keineswegs in aufgeheizter Stimmung stattfinden müssen. Damit ist ein Kontrast zu einer Gesprächskultur möglich, die sogenannten „neuen Atheisten“ nachgesagt wird.

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