Dissertation: Förderung von Flexibilität, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung im deutschen Maschinenbau

Förderung von Flexibilität, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung im deutschen Maschinenbau

Initiativen von Unternehmen, Verbänden und Politik

Wirtschaftspolitik in Forschung und Praxis, Band 82

Hamburg 2018, 270 Seiten
ISBN 978-3-339-10472-4

Arbeit 4.0, Beschäftigung, Betriebliche Bündnisse für Arbeit, Betriebliche Eigenverantwortung, Flexibilisierung der Arbeit, Förderung, Gestaltung von Arbeitszeit und Entgelt, Industrie 4.0, Maschinenbau, Ordnungspolitik, Pforzheim 2004, Politische Bündnisse für Arbeit, Reform Flächentarifvertrag, Tarifabweichung, Tarifbindung, Tarifpolitik, Unternehmen, Verband, Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftspolitik

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Initiativen von Unternehmen, Verbänden und Politik

In der Arbeits- und Tariflandschaft des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus hat sich seit Beginn der 90er Jahre sehr viel verändert. Arbeitszeit- und Vergütungssysteme sind wesentlich flexibler geworden. Starre Tarifverträge wurden geöffnet. Die Tarifpolitik ist betriebsnäher und dezentraler geworden. Die Zahl der nicht tarifgebundenen Unternehmen hat stark zugenommen. Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit der Maschinenbauunternehmen sind gestiegen.

Wie kam es zu diesen Entwicklungen? Wer waren die Akteure und Treiber? Um diese Fragen zu klären, wurden Interviews mit Zeitzeugen geführt: Präsidenten, Vorständen und Geschäftsführern von Arbeitgeberverbänden, Industrieverbänden, IG Metall, Maschinenbauunternehmen, Betriebsräten und Personalverantwortlichen. Ferner wurden eigene berufliche Erfahrungen des Autors aus Tätigkeiten in Maschinenbauunternehmen, Arbeitgeberverband und VDMA eingebracht.

In Fallstudien werden Beispiele von Unternehmen behandelt, die in unterschiedlicher Weise mit oder ohne Einbindung der Tarifpartner Tarifabweichungen zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit durchgeführt haben. Analysiert werden dabei die Erfolgsfaktoren und Hemmnisse bei betrieblichen Bündnissen für Arbeit.

In der Industrie 4.0-Welt durchlebt der Maschinenbau einen grundsätzlichen Wandel mit tiefgreifenden Auswirkungen auf Arbeitsinhalte, Arbeitsorganisation und notwendige Qualifikationen der Beschäftigten. Zugleich ergeben sich neue Möglichkeiten für mobiles und agiles Arbeiten in einer flexibleren Arbeitswelt. Der Trend zu eigenbestimmten Arbeiten und flexibler Anpassung von Arbeitszeit und Entgelt an neue organisatorische und technologische Herausforderungen wird weitergehen. In der Regelungskaskade Staat, Tarifparteien, Betriebsparteiensollte so viel wie möglich auf betrieblicher Ebene geregelt werden. Auf diese Weise kann der Wettbewerb zwischen den Unternehmen um die attraktivsten Arbeitsbedingungen gestärkt werden.

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau steht 2018 in der internationalen Wettbewerbsfähigkeit besser da als zu Beginn der 90er Jahre.



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