: Literarische Satire gegen Nationalsozialismus und Hitlerdeutschland

Literarische Satire gegen Nationalsozialismus und Hitlerdeutschland

Von F.G. Alexan bis Paul Westheim

POETICA – Schriften zur Literaturwissenschaft, Band 2

Hamburg , 270 Seiten

ISBN 978-3-86064-062-3 (Print)

Zum Inhalt

Die Publikation leistet einen wichtigen Beitrag zur quantitativen und qualitativen Erschließung des Exils. Sie weist nach, dass die Literatur „der anderen Seite“ vor allem ernsthafter Angriff gegen Hitlerdeutschland war und Satire nicht an Komisches und an Lachen gebunden, sondern von der indignatio des Künstlers geprägt ist.
Der Autor geht von der Tatsache aus, dass Verschiebungen und Verzeichnungen den heute öffentlichen Kanon der Literatur des Exils 1933 - 1945 kennzeichnen. Die Grundlagen für solche Verzerrungen werden schon in den ersten Exilmonaten deutlich. Sie ergaben dann in der DDR z.B. durch ideologische Verklammerung des Wirklichkeitsbildes vom Exil mit dem von seiner Literatur starre Konturen dieses Kanons. Die geronnen z.B. in wissenschaftlichen Arbeiten über das Exil und in den Lehrplänen der Schulen; Das unterstützte die Verfestigung begrenzter Vorstellungen vom Exil und seiner Literatur. Solche Präparierung der Wirklichkeit (u.a.m.) wird bestätigt, wenn die im Exil als Buch publizierte literarische Satire erfasst und analysiert wird.
Dieser Aufgabe widmet sich die Publikation erstmalig in großem Umfang. Sie erfasst etwa 70 (!) zwischen 1933 und 1939 erschienene Bücher, obwohl der Autor vorwiegend am Bestand der Deutschen Bücherei Leipzig orientiert ist. So wird schon auf dieser Ebene die Vielfalt von Autoren und Werken deutlich, von der das Exil gegen Nationalsozialismus und Hitlerdeutschland geprägt war. Es traten zu Recht Autoren in den Vordergrund - etwa Alexan, Westheim, Koffler, Knab, Schnog, Hoegner, Lackner -, deren Publikationen in der literarischen Öffentlichkeit standen, die im Exil der Kritik unterzogen worden sind. Heute sind diese Autoren und deren Werke z.T. aus dem öffentlichen literarischen Bewusstsein gestrichen.
Der Autor bezieht in seiner Analysearbeit aber auch bekanntere Werke - z.B. von Bruckner, Mehring, Graf, Feuchtwanger - ein. Und beinahe nebenher wird am konkreten Textmaterial nachgewiesen, in welchen Traditionen der Weltliteratur die Satiren stehen, mit welchen Techniken die Satiriker operierten, in welchem Maße z.B. Bertolt Brecht und Karl Kraus als aktuelle Traditionsbildner für Exilautoren zu sehen sind.

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