Forschungsarbeit: Die drei verschiedenen Typen von Medizinischen Versorgungszentren unter institutionstheoretischen Gesichtspunkten

Die drei verschiedenen Typen von Medizinischen Versorgungszentren unter institutionstheoretischen Gesichtspunkten

Eine typologische Public-Health-Betrachtung

Schriftenreihe Gesundheitswissenschaften, Band 19

Hamburg 2017, 108 Seiten
ISBN 978-3-8300-9796-9 (Print & eBook)

Gesundheitswissenschaft, Institutionenökonomik, Institutionsökonomie, Kapitalgesellschaft, Medizinisches Versorgungszentrum, Medizinökonomie, Personengesellschaft, Public-Health, Synergieeffekte, Typologie

Zum Inhalt

Ziel der Untersuchung ist es, darzustellen, wo bei einer Typologiebildung in Bezug auf die MVZs Zusammenhänge zur Institutionenökonomik bestehen.

Dieser erste Satz ist als Forschungsfrage zu betrachten. Bezüglich der zu beurteilenden Literatur wird auch auf die Dissertation des Autors Renger zurückgegriffen. Diese ist in diesem Zusammenhang als Vorarbeit zu sehen.

Zunächst muss die Ausgangssituation für die Forschungsarbeit dargelegt werden. Dann wurden die Arbeitshypothesen bzw. Forschungsfragen entwickelt.

Es folgt die empirische Prüfung der Forschungsfragen, um dann Handlungsempfehlungen für Public Health darzustellen und der Situation der MVZs wissenstheoretisch ein Stück näherzukommen.

Das Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG) hat zu einer Neufassung der Gründungsvoraussetzungen für MVZs geführt, die gemäß § 95 Abs. 1 a SGB V den Kreis der zugelassenen Gründer auf zugelassene Ärzte, zugelassene Krankenhäuser, Erbringer nichtärztlicher Dialyseleistungen nach § 126 Abs. 3 SGB V sowie gemeinnützige Träger, die aufgrund von Zulassung oder Ermächtigung an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, beschränkt. Ferner sind nunmehr als zulässige Rechtsformen für ein MVZ nur noch die Personengesellschaft, die eingetragene Genossenschaft oder die Gesellschaft mit beschränkter Haftung zugelassen. Hintergrund dessen ist die Intensivierung von MVZ-Gründungen durch kapitalstarke Investoren, die keinen fachlichen Bezug zur medizinischen Versorgung haben, sondern allein Kapitalinteressen verfolgen. Inwieweit der durch die Gesetzesänderungen verfolgte Zweck tatsächlich eintreten wird, ist aufgrund der vielfältigen gesellschaftsrechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten zweifelhaft. So wird es genügen, als Investor Krankenhäuser zu betreiben, die wiederum zur Gründung eines MVZs berechtigt sind.

Die Forschungslücke der Studie ist darin zu sehen, dass die institutionsökonomischen Zusammenhänge im Bezug auf die drei MVZ-Typen noch nicht eingehend untersucht worden sind.

Thematisch schließt das Werk an die Dissertation des Autors an, und zwar in institutionsökonomischer Hinsicht. Hier wird natürlich nur ein möglicher Teilbereich der Aspekte aus der Dissertation für weitere Forschung beleuchtet.

Es sind jedoch gerade die institutionsökonomischen Interdependenzen in Bezug auf die MVZs, die die Forschungslücke abbilden. Hier neue Erkenntnisse zu gewinnen, ist das Ziel der Publikation. Es wird also nicht in die Breite gegangen, sondern in die Tiefe.



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