Forschungsarbeit: Konversion zum Islam innerhalb Deutschlands

Konversion zum Islam innerhalb Deutschlands

Unter besonderer Berücksichtigung verfassungsrechtlicher Fragen

Schriften zur Religionswissenschaft, Band 6

Hamburg 2016, 170 Seiten
ISBN 978-3-8300-9055-7

Rezensionen

Europa fragt sich, wer die tausenden Salafisten sind, die auf dem Kontinent leben und aus deren Reihen Anschläge verübt werden. Die Religionswissenschaftlerin Nina Käsehage ist dem Phänomen auf den Grund gegangen und hat 175 Salafistinnen und Salafisten interviewt. Sie blickt differenziert auf die Szene und will die Hoffnung in die Menschen nicht aufgeben. [...]

Alexander Budde:
deutschlandfunk.de, 01.07.2016

[...] Die Religionswissenschaftlerin Nina Käsehage gilt inzwischen als die Spezialistin für Salafismus in Deutschland. Für ihre Doktorarbeit hat sie 175 Interviews mit Salafisten in Europa geführt. Dafür hat sie sich innerhalb dieses gewaltbereiten Milieus oftmals in kritische Situationen begeben – und genau dort konnte sie auch einiges bewirken. [...]

Deutschlandradio, 21.09.2016

Empirische Sozialforschung, Grundgesetz, Islam, Konversion, Konversionsforschung, Konvertiten, Pierre Vogel, Qualitative Sozialforschung, Radikaler Islam, Religionswissenschaft, Salafismus, Salafisten, Scharia, Sicherheitsrisiken, Terrorbekämpfung, Verfassungswerte

Zum Inhalt

deutsch | english

Aus welchen Gründen entschließen sich Menschen, zum Islam zu konvertieren? Bedeutet dieser Schritt für sie tatsächlich, ein „neues Leben“ zu beginnen und alles Vorherige hinter sich zu lassen, wie so oft medial behauptet wird? Oder ist es durchaus möglich, zum Islam zu konvertieren, ohne den Kontakt zur früheren Umgebung, den Freunden und der Familie aufzugeben? Dem Titel folgend, kommen in diesem Werk Menschen zu Wort, die innerhalb Deutschlands nach ihrem Verständnis zum Islam gefunden haben, um aus ihrer Perspektive die Beweggründe ihrer Entscheidung und die damit korrespondierenden Reaktionen ihres Umfeldes zu schildern. Neben namhaften Predigern der salafistischen Szene und deren Anhänger, wurden ebenso Menschen interviewt, die zum Teil vor etlichen Jahrzehnten ihren Weg zum Islam fanden und sich keineswegs mit den Inhalten dieser Szene identifizieren können.

Die unterschiedlichen Biographien der RespondentInnen ermöglichen die Ausbildung eines differenzierten Blicks auf die Gruppe der so genannten „Konvertiten“ und betonen die Individualität der Konversionsentscheidung.

Häufig wird die Frage der Konversion zum Islam mit der Furcht vor einer hieraus resultierenden Ablehnung deutscher Verfassungswerte verknüpft. Auch dieser Aspekt wird in der Diskussion von Grundgesetz und Scharia hinsichtlich exemplarischer Fragestellungen detailliert erörtert und anhand der empirischen Belege kontextualisiert.

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