Doktorarbeit: Wie motiviert zu lernen sind Teilnehmer einer beruflichen Weiterbildung während einer Umschulung zum Alten- und Gesundheits- und Krankenpfleger?

Wie motiviert zu lernen sind Teilnehmer einer beruflichen Weiterbildung während einer Umschulung zum Alten- und Gesundheits- und Krankenpfleger?

Studien zur Erwachsenenbildung, Band 41

Hamburg , 328 Seiten

ISBN 978-3-8300-8739-7 (Print)
ISBN 978-3-339-08739-3 (eBook)

Zum Inhalt

Mit dieser Forschungsarbeit wurden bedingende Faktoren der Lernmotivation bei Um/Schülern, die eine dreijährige Ausbildung in der Altenpflege oder in der Gesundheits- und Krankenpflege aufgenommen haben, untersucht.

Einerseits steigt der Bedarf an ausgebildeten Pflegekräften, andererseits brechen manche Um/Schüler die Ausbildung vor deren Abschluss ab. Daraus ergibt sich die Aktualität dieser Forschungsarbeit, die die Lernmotivation als eine äußerst wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung charakterisiert.

Als Basis für die Untersuchungen wurde ein Lernmotivations-Modell mit verschiedenen Variablen konstruiert, welches mit qualitativ-quantitativen triangulären Methoden empirisch überprüft wurde. Dieses wurde auf der Grundlage psychologischer und erwachsenenpädagogischer Theorien, die motiviertes Verhalten im Zusammenhang mit Lernen erklären, erarbeitet. Die daraus abgeleiteten theoriebasierten Variablen wurden in dem Modell so angeordnet, dass auch zeitliche und organisatorische Strukturen der Pflegausbildung mit erfasst wurden. Aus den Ergebnissen wurde ersichtlich, dass die existenzielle Sicherung der Lebenslage kombiniert mit einer positiven sozialen Grundeinstellung eine gute Voraussetzung zur Umschulung in einem Pflegeberuf ist.

Es konnte festgestellt werden, dass die Um/Schüler ihre Ausbildung mit einer hohen Lernmotivation begannen, diese im Verlauf der Ausbildung – besonders abhängig von situativen Faktoren – allzu oft absank. Faktoren, die im Lernmotivationsprozess hemmend waren, ergaben sich aus der subjektiv wahrgenommenen Belastung, die sich aus der Umschulung an sich ergaben und aus den Anforderungen, die im Pflegealltag gestellt wurden.

Mit dieser Forschungsarbeit wird an bisherige Befunde, die leistungsmotiviertes Lernverhalten und auf Selbstbestimmung beruhende Lernmotivation erklären, angeknüpft. Es wurde herausgestellt, dass den Um/Schülern die Anforderungen, die an sie während der Ausbildung und auch im zukünftigen Pflegeberuf gestellt werden transparent aufgezeigt werden müssen. Die wahrgenommene Diskrepanz zwischen der eigenen Vorstellung und der Realität können emotional negative Folgen für den Einzelnen haben und stellen zumindest eine „Gefahr“ für den Erfolg der Ausbildung dar.

Anhand der Befunde werden Empfehlungen gegeben, wie Lehr- und Lernprozesse in formalen Ausbildungskontexten nach erwachsenenpädagogischen Prämissen gestaltet werden sollten, damit die Lernmotivation sich bis zum Ende der Ausbildung positiv entwickelt.

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