Coverabbildung: Edition, „Idée Générale de Clément XIV“ von Christoph Weber (Hrsg.)

Idée Générale de Clément XIV

Eine anonyme Biographie aus jesuitischer Feder (1776). Französischer Text mit deutschsprachigen Anmerkungen

Hamburg , 252 Seiten

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Hier geht es zur Sache: Wer meint, dass die Darlegung historischer Streitigkeiten eine staubtrockene Angelegenheit sei, die nur eine unverdrossene Schar von Fachgelehrten zu interessieren brauche, wird eines Besseren belehrt. Christoph Weber, der emeritierte Düsseldorfer […]
Urs Buhlmann in: Die Tagespost, 16. Aug 2014

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Die „Idée générale“ des Lebens Clemens’ XIV. erschien 1776, also knapp zwei Jahre nach dem Tode dieses Papstes, der den Jesuitenorden aufgehoben hatte. Sie war Teil einer ganzen Serie von Broschüren aus der Feder kampferprobter Jesuiten, in denen das verbrecherische Handeln dieses Papstes angeprangert wurde.

Die anonymen Autoren – deren Namen hier nachgewiesen werden – warfen Clemens XIV. vor:

  1. seine niedrige Herkunft,
  2. seine schlechte Erziehung,
  3. Unsittlichkeit,
  4. fehlende Religion,
  5. Herzlosigkeit und Grausamkeit,
  6. Urteilslosigkeit,
  7. eine schlechte Regierung,
  8. Anarchie und schließlich
  9. die Tyrannei,

also die schlimmste Entartung eines Herrschers. Daher starb er auch ohne Reue und Buße und konnte kaum woandershin gelangt sein als in die Hölle.

Diese Edition wird ausführlich eingeleitet und kommentiert.

Bibliografische Daten

Herausgeber Christoph Weber (Hrsg.)
Titel Idée Générale de Clément XIV
Untertitel Eine anonyme Biographie aus jesuitischer Feder (1776). Französischer Text mit deutschsprachigen Anmerkungen
Seiten 252
Erscheinungsjahr 2014
Erscheinungsdatum 11.03.2014
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-8300-7714-5
eISBN (eBook) 978-3-339-07714-1
Schriftenreihe Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit
Band 81

Rezension

Hier geht es zur Sache: Wer meint, dass die Darlegung historischer Streitigkeiten eine staubtrockene Angelegenheit sei, die nur eine unverdrossene Schar von Fachgelehrten zu interessieren brauche, wird eines Besseren belehrt. Christoph Weber, der emeritierte Düsseldorfer Historiker und bedeutende Kenner der Geschichte der Kurie und des Kardinalskollegiums, setzt seine Studien zur Aufhebung des Jesuitenordens 1773 mit der Edition einer anonymen Schmäh-Biographie des damals handelnden Papstes, Clemens XIV. (1769-1774), fort.
[…] Der von Christoph Weber hier in souveräner Kenntnis des Geschehens zum ersten Mal in der Neuzeit vorgelegte Text zu Clemens XIV. kann nicht (und will auch nicht) die nach wie vor fehlende wissenschaftliche Biographie dieses Papstes ersetzen. Er ist aber ein wichtiger Baustein und liefert – ex negativo – einen Schlüssel dazu, warum dieser Mann Zeit seines Lebens die meisten seiner Zeitgenossen emotional beherrschte.
Urs Buhlmann in: Die Tagespost, 16. Aug 2014

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