Forschungsarbeit: Die Fernsehmacher

Die Fernsehmacher

Intersubjektive Medientheorien von Fernsehjournalisten

Schriften zur Medienwissenschaft, Band 34

Hamburg 2013, 374 Seiten
ISBN 978-3-8300-7151-8 (Print & eBook)

Fernsehen, Fernsehforschung, Fernsehjournalist, Institutionalismus, Journalismus, Journalisten, Journalistisches Selbstverständnis, Kommunikatorforschung, Medientheorie, Medienwissenschaft, Qualität und Quote, Subjektive Theorien, Systemtheorie

Zum Inhalt

Wer oder was lenkt das journalistische Handeln? Iindividuelle Intentionen oder Systemstrukturen? Es gibt zahlreiche Zusammenhänge zwischen den Systemstrukturen einerseits und Gemeinsamkeiten in den Kognitionen der im System handelnden Journalisten andererseits. Anregungen aus Systemtheorie und Handlungstheorie aufnehmend leistet die Studie einen Beitrag zur Überwindung der Dichotomie von Akteur und System und der durch die gegenseitige Abschottung der Paradigmen entstandenen Defizite.

Gemeinsamkeiten im Denken der Journalisten müssen nicht immer systemkonform sein, aber auch nicht immer handlungsrelevant werden. Im Gegenteil: Insgesamt haben die Fernsehjournalisten durchaus eine innerliche Distanz zu den Strukturen, in denen sie arbeiten, den Zuschauern und dem Medium gegenüber entwickelt. Vor allem die ökonomische Determiniertheit (Sparzwänge, Quotendruck) werden häufig kritisch wahrgenommen. Die Journalisten fühlen sich aber vom System gezwungen, ein Programm zu machen, das sie selbst lieber anders machen würden. Den (eigenen Ansprüchen widersprechenden) Zuschauerinteressen wird die Schuld gegeben und das eigene Handeln mit Systemzwängen zu rechtfertigen versucht.



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