Doktorarbeit: Bilanzpolitik und ihre Sanktionierung

Bilanzpolitik und ihre Sanktionierung

Analytische und empirische Studien

Schriften zum Betrieblichen Rechnungswesen und Controlling, Band 84

Hamburg 2010, 192 Seiten
ISBN 978-3-8300-5235-7 (Print & eBook)

Betriebswirtschaftslehre, Bilanzmanipulation, Bilanzpolitik, Controlling, Implizite Eigenkapitalkosten, Rechnungslegung, Sanktionssysteme, SEC, Spieltheorie, Zwischenberichterstattung

Zum Inhalt

Das Buch behandelt die Bilanzmanipulation von börsennotierten Unternehmen. Es wird der Frage nachgegangen, wie es - trotz gegebener Rechnungslegungsstandards und drohender Sanktionen bei Nichteinhaltung dieser Standards - zu Fehlberichterstattungen und schließlich handfesten Bilanzskandalen kommen kann.

Während die ersten beiden Kapitel die Frage nach den Anreizen und der Systematik von Bilanzmanipulationen analytisch beantworten, zeigt das abschließende Kapitel die Auswirkungen von Sanktionen, die im Zusammenhang mit Bilanzmanipulationen ausgesprochen wurden, empirisch auf.

Der Einfluss der konkreten Ausgestaltung des Sanktionssystems und der Rechnungslegung auf die Entscheidung des Managements Bilanzmanipulationen durchzuführen, wird zu Beginn des Buches untersucht. Das Management kann durch eine gewinnerhöhende Manipulation im Finanzbericht den Aktienpreis des Unternehmens steigern und dadurch gegebenenfalls die eigene Kompensation erhöhen. Demgegenüber stehen mögliche Sanktionszahlungen, falls die Manipulation aufgedeckt wird. Diese Wechselwirkung wird in einem zweiperiodigen Kontext modelltheoretisch analysiert.

Basierend auf den hergeleiteten Ergebnissen wird im folgenden Kapitel die Einführung einer Pflicht zur Zwischenberichterstattung kritisch hinterfragt. Dabei ist es von besonderem Interesse aufzuzeigen, ob das verfolgte Ziel einer verbesserten Informationsversorgung des Kapitalmarkts tatsächlich erreicht werden kann und von welchen Faktoren die Zielerreichung gegebenenfalls abhängt.

Die Auswirkungen verschiedener Sanktionierungen infolge aufgedeckter Bilanzmanipulationen sind Gegenstand des dritten Kapitels. Anhand eines empirischen Datensatzes, der Informationen der US-amerikanischen Börsenaufsicht über diverse Manipulationen und deren Sanktionierungen zusammenfasst, wird aufgezeigt, wie sich die Eigenkapitalkosten eines Unternehmens durch die ausgesprochenen Sanktionen ändern können.



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