Doktorarbeit: Der Schutz nationaler Minderheiten in der Republik Kroatien als Instrument zur Prävention ethnopolitischer Konflikteskalation

Der Schutz nationaler Minderheiten in der Republik Kroatien als Instrument zur Prävention ethnopolitischer Konflikteskalation

Studien zur Konflikt- und Friedensforschung, Band 6

Hamburg 2009, 386 Seiten
ISBN 978-3-8300-4411-6 (Print), ISBN 978-3-339-04411-2 (eBook)

Balkan, Ethnizität, Frieden, Friedensforschung, Identität, Konflikt, Konfliktforschung, Konfliktprävention, Konfliktsoziologie, Kroatien, Menschenrechte, Minderheitenrechte, Politikwissenschaft, Serbien, Sicherheitspolitik, Südosteuropa

Zum Inhalt

Die letzten Jahrhunderte waren in Kroatien wie in ganz Südosteuropa geprägt von gewalttätigen ethnopolitischen Konflikteskalationen, die noch heute das interethnische Verhältnis zwischen Kroaten und kroatischen Serben belasten und die Tür für neue ethnopolitische Konfliktausbrüche öffnen.

Diese Arbeit konzentriert sich auf die Erforschung der Bedeutung des Minderheitenschutzes für die Angehörigen der serbischen nationalen Minderheit in Kroatien und die Überprüfung der Methoden und Instrumente des Minderheitenschutzes, um bewerten zu können, ob Minderheitenrechte eine neue Konflikteskalation verhindern können.

Die Arbeit analysiert ausführlich die interethnischen Beziehungen zwischen Kroaten und kroatischen Serben, vor allem ihre Koexistenz im jugoslawischen Staatsrahmen und die Fälle der Konflikteskalation im Zweiten Weltkrieg und im Krieg in Kroatien in den Neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts.

Der letzte Teil der Arbeit beschäftigt sich mit dem Minderheitenschutz der kroatischen Serben. Vier Ebenen werden betrachtet - die grundlegende, die kulturelle, die politische und die sozioökonomischen Ebene. Die grundlegenden Minderheitenrechte und -freiheiten stellen einen Rahmen für alle anderen Ebenen dar. Sie umfassen Statusfragen, Gleichberechtigung und Diskriminierungsverbot. Die kulturelle Ebene umfasst Instrumente wie Sprachförderung und Ausbildung, die die kulturelle Identität fördern und bewahren können. Die politische und sozioökonomische Ebene schließlich sichern den Minderheitenangehörigen einen direkten Einfluss auf die Verteilung von politischen und sozioökonomischen Ressourcen in der Gesellschaft.



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