Doktorarbeit: Historischer Wandel von Liebesvorstellungen

Historischer Wandel von Liebesvorstellungen

Theoretische Aspekte emotionalen Wandels und empirische Untersuchung des Wandels von Liebesauffassungen in populären Liebesliedern

Schriften zur Kulturwissenschaft, Band 72

Hamburg 2008, 494 Seiten
ISBN 978-3-8300-3800-9 (Print & eBook)

Rezensionen

[...] Die 33-jährige Forscherin erläuterte am Montag im Interview mit der Nachrichtenagentur AP, dass sich aus den Liedtexten Veränderungen unserer Alltagsvorstellungen von der Liebe in den letzten vierzig Jahren ablesen lassen. "In den neuen Liebesliedern ist unheimlich viel davon die Rede, dass die Liebesbeziehung Schutz und Geborgenheit geben soll. Das ist ein Aspekt, der in den alten Liedern fast gar nicht vorkommt." [...]

NZZ Online, 28. Juli 2008

Was haben Tokio Hotel und Peter Alexander (82), die Ärzte und Roy Black (* 48), Vicky Leandros (55) und Rosenstolz gemeinsam? Sie alle haben leidenschaftlich die Liebe besungen. Jeder auf seine Art. Wie sehr sich die Songtexte in den vergangenen 40 Jahren verändert haben, hat die Oldenburger Psychologin Carmen Wulf (33) jetzt erstmals erforscht.
Überraschendes Ergebnis: Die aktuellen Songs sind viel romantischer als früher. [...]

Hamburger Abendblatt, 29. Juli 2008

[...] Von wegen Liebesschnulzen: Aktuelle Popsongs haben weit mehr Romantikpotenzial zu bieten als die guten alten Schlager. Das hat eine Studie der Ossietzky-Universität in Oldenburg ergeben.
In ihrer Dissertation hat die Psychologin Carmen Wulf Schlager und Balladen von Tokio Hotel und Peter Alexander, die Ärzte und Roy Black, Vicky Leandros und Rosenstolz analysiert. 136 deutschsprachige Liebeslieder kamen in die Analyse, veröffentlicht in den Jahren 1967 bis 1970 sowie 2001 bis 2005. [...]

sueddeutsche.de, 17. Mai 2010

Emotionaler Wandel, Emotionspsychologie, Historische Psychologie, Kulturwissenschaft, Liebe, Liebesauffassungen, Liebesvorstellungen, Populäre Musik, Psychologie, Qualitative Inhaltsanalyse, Soziale Konstruktion, Sozialkonstruktivismus, Sozialpsychologie

Zum Inhalt

Leben wir in einem Zeitalter „emotionaler Coolness“, wie es zahlreiche Autoren für unterschiedliche Emotionen beschreiben?

Die Verfasserin diskutiert Ansätze zum emotionalen Wandel, gibt einen Überblick über den historischen Wandel der Emotion Liebe und untersucht exemplarisch den Wandel unserer Liebesvorstellung anhand populärer deutschsprachiger Liebeslieder der Jahre 1967-1970 & 2001-2005.

Aufgrund der Interdisziplinarität des Themas liefert die Studie nicht nur für (Sozial-)Psychologen interessante Einblicke, sondern richtet sich allgemein an Forscher, die sich mit den Auswirkungen sozialer Einflüsse auf unsere Emotionen beschäftigen.



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