Doktorarbeit: Der internationale Regress

Der internationale Regress

Formen und Gerichtszuständigkeit – unter Berücksichtigung des deutschen, österreichischen, schweizerischen und französischen materiellen Regressrechts

Studien zum Internationalen Privat- und Zivilprozessrecht sowie zum UN-Kaufrecht, Band 25

Hamburg 2007, 454 Seiten
ISBN 978-3-8300-3375-2 (Print & eBook)

cessio legis, Deutschland, EuGVO, Frankreich, Gesamtschuldnerausgleich, Internationaler Gerichtsstand, Internationales Privatrecht, Internationale Zuständigkeit, Legalzession, Materielles Regressrecht, Österreich, Rechtswissenschaft, Regress, Regressklage, Rückgriffsklage, Schweiz, ZPO

Zum Inhalt

Es gibt einen Ausspruch des Göttinger Rechtslehrers Michaelis, der lautet: „Juristen können im Allgemeinen nur bis zwei zählen; sobald ein Dritter hinzukommt, wird es schwierig.“ Diesen Ausspruch kann man noch um einen Gedanken erweitern: Noch schwieriger wird es für Juristen, wenn mehr als zwei Personen über die Grenzen des nationalen Rechts hinaus miteinander streiten.

Genau mit diesen daraus resultierenden juristischen Problemen setzt sich diese Studie auseinander. Das Buch ist der Fragestellung des internationalen Regresses, d.h. dem rechtlichen Umgang mit grenzüberschreitenden Sachverhalten in Mehrpersonenverhältnissen, insbesondere der Ermittlung der internationalen Zuständigkeit für Regressklagen gewidmet.

Im ersten Teil befasst sich die Autorin mit einer umfassenden Analyse des materiellen Regressrechts, wobei das deutsche, österreichische, schweizerische und französische Recht verglichen wird, um eine Systematik der zahlreichen verschiedenen Regressinstrumente unter Berücksichtigung ihrer typischen Wesensmerkmale zu entwickeln.

Diese Ergebnisse legt die Verfasserin dann dem Hauptteil ihrer Studie, der Frage der internationalen Zuständigkeit, zugrunde und führt eine ausführliche Untersuchung sämtlicher in Betracht kommenden internationalen Gerichtsstände aus staatsvertraglichen Übereinkommen, der EuGVO und der ZPO durch. Dabei finden die den jeweiligen Regresssituationen zugrunde liegenden Interessenkonflikte und rechtlichen Ausgestaltungen besondere Beachtung. Daneben ist die Verfasserin stets bestrebt, die Anwendbarkeit von internationalen Gerichtsständen auf Regressklagen anhand typischer Fallkonstellationen aus der Praxis zu erörtern und legt ebenfalls die aktuelle höchstrichterliche Rechtsprechung, insbesondere des EuGH, ihrer Untersuchung zugrunde.

Im Schlussteil konzentriert die Verfasserin ihre Untersuchung auf zwei stets wiederkehrende Problemkreise in internationalen Regressfällen: die Frage nach der Anerkennung eines Gerichtsstands kraft Sachzusammenhangs und der großen Bedeutung des Gerichtsstand für Gewährleistungsklagen im romanischen Recht und der EuGVO.

Im Ergebnis plädiert die Autorin für die künftige Schaffung eines besonderen internationalen Gerichtsstands für Regressklagen, welcher sich am Vorbild des Gerichtsstands für Gewährleistungsklagen orientiert.



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