Doktorarbeit: Stellung des Urhebers und sein Schutz im Urhebervertragsrecht sowie im Copyright Contract Law

Stellung des Urhebers und sein Schutz im Urhebervertragsrecht sowie im Copyright Contract Law

Eine rechtsvergleichende Studie

Studien zum Gewerblichen Rechtsschutz und zum Urheberrecht, Band 30

Hamburg 2007, 300 Seiten
ISBN 978-3-8300-2822-2 (Print & eBook)

Copyright Contract, Englisches Recht, Nutzungsvertrag, Rechtsvergleich, Rechtswissenschaft, Urheberschutz, Urhebervertragsrecht

Zum Inhalt

Freischaffend tätige Urheber sind Verwertern von Werken häufig sowohl in wirtschaftlicher als auch in organisatorischer Hinsicht unterlegen. In vielen Fällen liegt insoweit ein faktisch unausgewogenes Kräfteverhältnis vor. Daher sind Werkschöpfer oftmals gezwungen, alle vertraglichen Bedingungen zu akzeptieren, die ihm ein Verwerter im Hinblick auf den Abschluss von Nutzungsverträgen offeriert.
Mit der umfassenden Reform des Urhebervertragsrechts im Jahre 2002 hat der deutsche Gesetzgeber die Rechtsstellung des Urhebers und seinen vertraglichen Schutz gestärkt. Nach den Vorstellungen des deutschen Gesetzgebers soll durch die neuen, gesetzlichen Regelungen, insbesondere durch den Anspruch auf angemessene Vergütung nach § 32 UrhG sowie gemäß § 32 a UrhG das Recht auf weitere Beteiligung an den Erträgen der Werknutzung im „Bestsellerfall“, das strukturelle Ungleichgewicht zwischen Verwertungsunternehmen und freischaffend tätigen Urhebern beseitigt werden.

Diesen und weiteren vertraglichen Schutzmechanismen zugunsten des Urhebers im deutschen Urhebervertragsrecht stellt das Buch die englische Rechtslage nach dem „Copyright Contract Law“ rechtsvergleichend gegenüber. Dieses Buch soll einen Beitrag dazu leisten, ob und inwieweit freischaffend tätige Urheber in ihren vertraglichen Beziehungen zu den Verwertern durch das Urhebervertragsrecht bzw. das „Copyright Contract Law“ effizient geschützt werden.

Neben der allgemeinen Andersartigkeit des englischen Rechtssystems und Rechtsdenkens ergeben sich schon aufgrund der Gegensätze des anglo-amerikanischen Copyright Systems auf der einen, und der systematischen „droit d’auteur“ Kodifikation des deutschen Urheberrechts auf der anderen Seite unterschiedliche Ausgestaltungsansätze in Bezug auf den Urheberschutz.

Ausgehend vom Prinzip der Vertragsfreiheit werden die urheberschützenden Mechanismen hinsichtlich Inhalt und Umfang der Rechtseinräumung beim Abschluss von individuellen Nutzungsverträgen rechtsvergleichend analysiert. Dazu werden im einzelnen die Themenkomplexe der Rechtseinräumung im Hinblick auf unbekannte Nutzungsarten, existierende Vertragsauslegungsgrundsätze, gesetzliche Formerfordernisse sowie die Frage der angemessenen Vergütung des Urhebers einer rechtsvergleichenden Betrachtung unterzogen.

Schließlich wird rechtsvergleichend untersucht, inwieweit und auf welche konkrete Art und Weise das deutsche und das englische Recht bestimmten, im Verlauf der Durchführung eines Nutzungsvertrages eintretenden Änderungen oder Störungen Rechnung tragen und notwendige Korrekturen zugunsten des Urhebers im Einzelfall erreicht werden.



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