Forschungsarbeit: Geschichtszeichen zwischen den Zeiten: Studien zur Epochengeschichte von 1770 bis 2000

Geschichtszeichen zwischen den Zeiten: Studien zur Epochengeschichte von 1770 bis 2000

Ausgewählte Arbeiten zu System und Geschichte

BOETHIANA – Forschungsergebnisse zur Philosophie, Band 67

Hamburg 2005, 432 Seiten
ISBN 978-3-8300-2054-7 (Print & eBook)

Epochenforschung, Geschichtsphilosophie, Geschichtswissenschaft, Metaphorologie, Perspektivismus, Phänomenologie, Philosophie, Platonismus

Zum Inhalt

In den verschiedenen Beiträgen des ersten Teils des Buches wird eine differenzierte neue Sicht auf die Geschichtsphilosophie eröffnet. Sie ist gleichermaßen weit von einem Fatalismus und Nihilismus und vom Glauben an einen bruchlosen Fortschritt der Geschichte entfernt.

Der Verfasser legt im Anschluss an Whitehead, die Neuorientierung der Epochenforschung im 20. Jahrhundert (u.a. bei Foucault) und den Ansatz des Marburger Germanisten Walter Falk Strukturmuster historischer Ordnung frei. Auf diese Weise gewinnt eine Konzeption Gestalt, in der sich gleichbleibende Grundmuster mit dem Spielraum menschlicher Freiheit verbinden.

Besondere Beachtung erfährt die intellektuelle Geschichte der Neuzeit, die weder, gegenüber Antike und Mittelalter, in ihrer Bedeutung verabsolutiert, noch als Verfallsgeschichte diabolisiert werden sollte.

Ihre ’Legitimation’ (H. Blumenberg) stammt aus älteren Überlieferungszusammenhängen, ihre Zukunft hängt mit ihrer Selbstbegrenzung und ihrem Beitrag zu einem europäischen Ethos zusammen.

Ein zweiter Teil des Bandes gilt dem Verhältnis von Philosophie und Kunst, namentlich der Dichtung.

Vom bürgerlichen Zeitalter und seiner Krise als Voraussetzungen der conditio moderna unterrichtet ein weiterer eigenständiger Teil des Buches: Im Blick auf so unterschiedliche Autoren wie Goethe, Jean Paul, Nietzsche und Thomas Mann wird ein Spektrum der bleibenden Prägungen jüngerer Geistesgeschichte entworfen, die auch in veränderten, globalisierten Konstellationen erinnernswert und orientierend bleiben.

Am Anfang des Buches steht eine grundsätzliche Reflexion über die ’Vernunft in der Geschichte’, an ihrem Ende aber die Skizze zu einer elementaren Philosophie der Kreativität, die Geschichtsphilosophie und Ästhetik in einer neuen Konzeption verbindet.

Der Band verbindet souverän historische und systematische Perspektiven auf die offene, unhintergehbare geschichtliche Prägung von Kultur und Überlieferung.

Zum Autor

Der Verfasser: Prof. Dr. Harald Seubert, geboren 1967, nach langjähriger Lehrtätigkeit an den Universitäten Erlangen-Nürnberg, Halle-Wittenberg und Poznan, Professor und Fachbereichsleiter für Philosophie und Religionswissenschaft an der STH Basel, sowie Professor für Philosophie in Bamberg und München. Einer der führenden Vertreter von Religionsphilosophie und Politischer Philosophie in der Gegenwart. Zahlreiche vielbeachtete Publikationen. Zuletzt „Zwischen Glaube und Vernunft. Vermessung eines weiten Feldes. München 2012; Jenseits von Sozialismus und Liberalismus. München, Gräfelfing 2011; Religion. 2009.



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