Forschungsarbeit: China in der UNO zu Beginn des 21. Jahrhunderts

China in der UNO zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Reine Machtpolitik oder normengeleitetes Handeln?

Chemnitzer Schriften zur europäischen und internationalen Politik, Band 12

Hamburg , 188 Seiten

ISBN 978-3-339-12248-3 (Print)
ISBN 978-3-339-12249-0 (eBook)

Zum Inhalt

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Spätestens mit der Verkündung Xi Jinpings, den Chinesischen Traum zu verwirklichen und die Volksrepublik bis zum Jahre 2049 global zur wirtschaftlich, politisch und technologisch führenden Nation zu transformieren, ist die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf die „friedliche Entwicklung“ des Landes gerichtet. Dabei verfolgt insbesondere die westliche Welt die von Xi verkündete neue Ära als sozialistische Großmacht mit wachsender Sorge. Auch in den Vereinten Nationen gewinnt China zunehmend an Einfluss. Das Image des einst distanzierten Beobachters hat das Land mit Beginn des 21. Jahrhunderts stückweise in das eines aktiven und machtvollen Akteurs gewandelt. Dabei ist eine deutliche Abkehr von den jahrzehntelang verfochtenen Grundsätzen der Zurückhaltung und Nichteinmischung erkennbar. Entsprechend wächst auch Pekings Einfluss auf zentrale Entscheidungen im Rahmen der UNO. Anlässlich des 75. Gründungsjahres der Vereinten Nationen und im Zuge einer wachsenden, nach Multilateralismus und einer stärkeren UNO strebenden asiatischen Großmacht, nimmt sich diese Untersuchung zum Ziel, die chinesische UN-Politik unter Staats- und Parteichef Xi Jinping zu analysieren.

Im Zentrum steht hierbei die Frage, ob die verstärkten Aktivitäten der Volksrepublik China in der UNO unter Xi Jinping als reine Machtpolitik zu bewerten sind oder vielmehr einem durch Normen und Werte geleiteten Handeln entsprechen. Anhand zentraler Annahmen wird in vier ausgewählten Themenschwerpunkten – die Beteiligung an UN-Friedensmissionen, an humanitären Einsätzen und Entwicklungshilfe sowie Chinas Souveränitätsansprüche und seine Haltung zu Menschenrechten – die Erklärungskraft realistischer Annahmen geprüft. Gleichzeitig wird auf mögliche Erklärungspotenziale des Konstruktivismus verwiesen. Dabei bezieht die Analyse sowohl die Einschätzung westlicher Beobachter als auch die offizielle chinesische Position ein und bietet einen differenzierten Blick auf die chinesischen UN-Aktivitäten insbesondere der vergangenen acht Jahre.  

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