Forschungsarbeit: Quo vadis, Volkshochschule?

Quo vadis, Volkshochschule?

Eine Analyse zum Selbstverständnis deutscher Volkshochschulen – 100 Jahre nach deren ‘Gründungswelle’ im Jahr 1919

Studien zur Erwachsenenbildung, Band 48

Hamburg 2020, 166 Seiten
ISBN 978-3-339-11408-2 (Print), ISBN 978-3-339-11409-9 (eBook)

Eduard Weitsch, Erziehungswissenschaft, Frieden, Generationswechsel, Grounded Theory, Neue Richtung, Seelische Begabung, Selbstverständnis, Selbstwirksamkeit, Volksbildung, Volkshochschule, Weimarer Republik

Zum Inhalt

Im Jahr 2019 haben die deutschen Volkshochschulen mit einem offiziellen Festakt in der Frankfurter Paulskirche und einer bundesweiten „Langen Nacht der Volkshochschule“ ihrer Geburtsstunde gedacht: der verfassungsrechtlichen Verankerung vor 100 Jahren während der Weimarer Republik. Dieses besondere Jubiläum veranlasste die Autorin, selbst langjährige vhs-Mitarbeiterin, sich mit dem Selbstverständnis einer der ältesten demokratischen Einrichtungen der Erwachsenenbildung Deutschlands zu beschäftigen. Dazu hat sie mit Volkshochschulmitarbeitenden in unterschiedlichen Positionen gesprochen und beeindruckende Ergebnisse herausgearbeitet. Der Titel dieser Studie „Quo vadis, Volkshochschule?“ ist vorwärtsgerichtet; hinter der institutionsbezogen wirkenden Frage steckt aber mehr als ein reines Interesse an deren zukünftiger Ausrichtung und Entwicklung. Volkshochschule und Gesellschaft sind seit jeher aufs Engste miteinander verknüpft. Heute zu fragen, wo die Volkshochschule hingeht und wie sie sich positionieren wird, legt daher auch nahe, darüber nachzudenken, wie wir - als Individuen und als Gesellschaft - zukünftig leben wollen. Ausgehend von den Basisgedanken der zur Gründungszeit agierenden und durchaus kontrovers diskutierten „Neuen Richtung“ schlägt diese Studie einen Bogen von Persönlichkeitsentfaltung und zweckfreier Bildung über Wertauffassungen und Weltanschauungen bis hin zu individueller und gesellschaftlicher Entwicklung sowie den daraus resultierenden Handlungsmöglichkeiten und -grenzen der heutigen vhs-Akteure. Dabei stützt die Analyse des Textes „Was soll eine deutsche Volkshochschule sein und leisten?“ mit Gedanken zu seelischer Begabung, Ich-Findung und Ich-Stärke, verfasst 1919 von Eduard Weitsch, aktuelle Theorien zu Resonanzerfahrung, zum individuellen Sein in Beziehung zur Welt und dem Bedürfnis nach Antworten, zu Selbstwirksamkeit und persönlicher Zufriedenheit. Weiterhin dokumentiert die Autorin anschaulich und nachvollziehbar das sozialwissenschaftliche Arbeiten mit der Grounded Theory und stellt diesen kreativen, offenen Forschungsprozess detailliert und ausführlich inklusive des gesamten Anhangs dar.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben