: Nationalökonomie und Elitenbildung

Nationalökonomie und Elitenbildung

Eine grundlegende Wirtschaftstheorie an die Adresse der nachkommunistischen Menschheit

POLITICA – Schriftenreihe zur politischen Wissenschaft, Band 20

Hamburg 1996, 112 Seiten
ISBN 978-3-86064-434-8 (Print)

Egalisierung, Elite, Entelechie, nachkommunistisch, Nationalökonomie, Politikwissenschaft, Wirtschaftstheorie

Zum Inhalt

Mit der Niederlage des Kommunismus ist zwar empirisch nachgewiesen, dass die kommunistische und sozialistische Idee mit ihren verschiedenen Spielarten als gescheitert gelten muss, jedoch bleibt andererseits ein bitterer Nachgeschmack, wenn man sieht, wie sehr weltweit der Sieg des Kapitalismus in die Schattenwirtschaft, das Banden- und Mafiosiunwesen und in das ganz und gar gewinnsüchtige Ausnehmen der Schwachen durch die Starken geführt hat. Da es jedoch zum Kapitalismus insofern keine Alternativ gibt, weil der Mensch nur fleißig wird, wenn er dafür etwas erhält, wenn sein Ego gestärkt wird und er sich aus dem Einheitsbrei der Bürgergleichheit herausheben kann, die Pädagogik auch nicht auszugleichen vermag, sofern der Altruist als Trottel ausgenützt und der Egoist als Verantwortung tragender Sieger gefeiert wird, muss überlegt werden, was sich seit 1989 in Europa und der Welt fehlentwickelt hat und was unbedingt auch von den Demokratien beachtet werden muss, damit sie leistungsfähig, wohlstandstreibend, freiheitsfördernd, pluralistisch, tolerant und förderlich wie fürsorglich bleiben können.

Der Weg muss deshalb zu einer ökologisch verantwortbaren Ökonomie zurückführen, bei der weder die Sozialität noch die Konservativität verabsolutiert werden darf. Weder Karl Marx noch Adam Smith haben die Lösung gefunden. Weder die linken noch die rechten Theoretiker, noch auch die Funktionalisten und Mathematiker unter den Ökonomen haben bisher jene drängenden Fragen angesprochen, welche den Wohlstand und das wirtschaftliche Handeln insgesamt bedrohen. Wissenschaft und Forschung versäumen Grundsätzliches, wenn sie einseitig darauf schielen, wo die Sieger sitzen. Die Sieger aber sind nicht immer jene, die den Sieg verdient haben, und die Verlierer nicht immer jene, die ihren Kopf vergraben. Was die Funktionäre, die Politiker, die Bürokraten verpfuschen, ist kein Argument gegen die Leistungen von Größe, Universalität und Unsterblichkeit.

Erst das Bewusstsein von Ökonomieganzheit führt wieder auf die Mentalität des Nationalökonomischen hin. Die Nationalökonomie als ethische und spezifische Form des Wirtschaftens kann jedoch nur erhalten bleiben, wenn die Untugenden abgebaut und ethisch tragfähige Eliten etabliert werden können.



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