: Diskurse der Humanität

Diskurse der Humanität

Zur Kritik humanistischer Bildung aus subjekttheoretischer Perspektive

EUB. Erziehung – Unterricht – Bildung, Band 33

Hamburg 1994, 326 Seiten
ISBN 978-3-86064-198-9 (Print)

Dezentrierung, Existenzialismus, Humanismus, Humanität, Menschlichkeit, Michel Foucault, Pädagogik, Subjekt, Theodor W. Adorno

Zum Inhalt

Begriffe wie Humanität und Menschlichkeit stehen ebenso wie „der Mensch“ selbst seit jeher im Zentrum der bildungs- und gesellschaftspolitischen Debatte des Abendlandes. In dieser Untersuchung wird erstmals der Versuch unternommen, den Humanismus, als Rede vom Menschen verstanden, sowohl in seiner historischen Vielgestaltigkeit als auch systematisch, in seiner philosophischen Substanz und pädagogisch-politischen Wirkungsweise zu entziffern.

Die ausführlichen historisch-kritischen Rekonstruktionen des ersten Abschnitts führen, vom antiken Humanitätsbegriff ausgehend, über den Humanismus der Renaissancezeit und des deutschen Neuhumanismus bis in die Zeit des Verfalls der klassischen Bildung. Weitere Kapitel sind dem sozialistischen Humanismus, dem existenzialistischen Humanismus und der humanistischen Psychologie gewidmet.

Der im Verlauf dieser Analysen entwickelte Begriff des humanistischen Diskurses und der humanistischen Subjektivität wird im zweiten Abschnitt den postmodernen Angriffen auf Mensch und Menschlichkeit ausgesetzt und gegen deren modische Fixierung verteidigt. Die Auseinandersetzung mit der Kritik (Adorno, Foucault) mündet schließlich in Ansätzen einer „kritischen Theorie der Bildung“, die es gestattet, das Wesen von Subjektivität jenseits von Schulenstreit zwischen Restauration und Destruktion neu zu interpretieren. Bildung stellt sich demnach im Spannungsfeld dreier Gegensatzpaare dar, die der Autor zugleich als Leitmotive dreier Reden über die Humanität auftreten lässt: das Empirische und das Transzendentale, das Denken und das Ungedachte, das Zurückweichen und die Wiederkehr des Ursprungs.



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