Dissertation: Körperliche Aktivität im Alter

Körperliche Aktivität im Alter

Entwicklung und Überprüfung eines Fragebogens zur Erfassung der körperlichen Aktivität älterer Erwachsener (60–85 Jahre) unter Berücksichtigung der subjektiven mobilitätsbezogenen Funktionsfähigkeit

Schriftenreihe Gesundheitswissenschaften, Band 11

Hamburg , 236 Seiten

ISBN 978-3-8300-8906-3 (Print)
ISBN 978-3-339-08906-9 (eBook)

Zum Inhalt

Die präzise Erfassung von körperlicher Aktivität ist im präventiven und therapeutischen Kontext von enormer Relevanz, da sie den Ausgangspunkt von Interventionen und wissenschaftlichen Untersuchungen darstellt. Der Fragebogen ist die am häufigsten verwendete Methode und orientiert sich mit der wesentlichen Erfassung von moderaten bis anstrengenden Aktivitäten an aktuellen Aktivitätsempfehlungen. Dieser biomedizinisch geprägte Ansatz widerspricht dem biopsychosozialen Modell und macht sich insbesondere bei der Zielgruppe der älteren Erwachsenen (60 bis 85 Jahre) bemerkbar, bei welchen vor allem weniger intensive, funktionale Aktivitäten und Inaktivität einen hohen zeitlichen Umfang einnehmen. Bestehende deutschsprachige Fragebögen reflektieren lediglich einen kleinen Teil des tatsächlichen Aktivitätsspektrums Älterer und berücksichtigen die individuellen motorischen Voraussetzungen zur Ausübung von körperlicher Aktivität kaum. Das Ziel dieser Arbeit bestand daher in der Entwicklung eines Fragebogens zur Erfassung der körperlichen Aktivität und Inaktivität bei älteren Erwachsene, der die individuelle subjektive mobilitätsbezogene Funktionsfähigkeit berücksichtigt.

In vorbereitenden Untersuchungen wurden über die Analyse bestehender Fragebogeninstrumente, Fokusgruppeninterviews und Bewegungsprotokolle Items generiert, die in einem Fragebogenentwurf mündeten. Dieser wurde hinsichtlich seiner Testeigenschaften und inhaltlichen Struktur überprüft und überarbeitet. Der finale Fragebogen erfasst in einem ersten Teil die mobilitätsbezogene Funktionsfähigkeit sowie in einem zweiten Teil die körperliche Aktivität und Inaktivität und wurde abschließend hinsichtlich Validität und Reliabilität untersucht. Es zeigen sich zufriedenstellende bis gute Ergebnisse für die Reliabilität beider Fragebogenteile. Hinsichtlich der Validität offenbaren sich mittlere bis starke Zusammenhänge zu externen Kriterien (Akzelerometrie und Lebensqualität). Unter Berücksichtigung der Ergebnisse und Limitierungen kann der Fragebogen als ein valides Instrument zur Erfassung eingestuft werden.

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