Dissertation: Tiefe Geothermie in Deutschland

Tiefe Geothermie in Deutschland

Eine energiewirtschaftliche Analyse des Standes und möglicher Entwicklungen

Schriftenreihe technische Forschungsergebnisse, Band 18

Hamburg 2015, 252 Seiten
ISBN 978-3-8300-8162-3 (Print & eBook)

Energietechnik, Energiewirtschaft, Erneuerbare Energien, Geothermie, Heizkraftwerke, Ingenieurswissenschaft, Kraft-Wärme-Kopplung, Kraftwerk, KWK-Anlage, Nachhaltige Stromerzeugung, Prognose, Tiefe Geothermie

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Mit dem Ziel, die energieintensive und hochindustrialisierte Volkswirtschaft der Bundesrepublik Deutschland klimaverträglicher und krisensicher mit einem höheren Anteil an heimischer Energie zu versorgen, wurden in den vergangenen Jahren von der Bundesregierung eine Vielzahl von verbindlichen Zielen verfasst. So sollen beispielsweise die Treibhausgasemissionen von 1990 gegenüber 2020 um 40 % reduziert werden. Erreicht werden soll das u. a. durch eine vermehrte Nutzung der erneuerbaren Energien. Eine Umsetzung dieser ambitionierten Ziele scheint aber aus gegenwärtiger Sicht nur realistisch, wenn zukünftig alle in Deutschland zur Verfügung stehenden Optionen zur Bereitstellung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien deutlich intensiver genutzt werden.

Vor dem Hintergrund der in Deutschland verfügbaren geothermischen Potenziale ist die Strom- und Wärmebereitstellung aus tiefer Geothermie eine sehr vielversprechende Option. In 2012 ist aber nur eine Anlage und in 2013 drei Anlagen ans Netz gegangen. Demgegenüber ist aber eine weitergehende Nutzung der Geothermie im Kontext der Energiewende und der hohen Wärme- und Stromerzeugungspotenziale in Deutschland erstrebenswert.

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Problematik ist es das Ziel des Verfassers, aufzuzeigen, wie sich die Systemtechnik von Anlagen zur Nutzung des tiefen Untergrundes für eine Strom- bzw. kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung zum gegenwärtigen Zeitpunkt darstellt und wie derartige Gesamtanlagen an Hand technischer, ökonomischer und ökologischer Kennwerte bewertet werden können. Ausgehend von den aufgezeigten politischen Zielsetzungen soll dann analysiert werden, wie sich die berechneten Kennwerte zukünftig ändern könnten und ob die tiefe Geothermie potenziell einen wachsenden Beitrag im Energiesystem der Zukunft zu leisten vermag. Die entsprechenden potenziellen Weiterentwicklungen werden dabei hinsichtlich eines kurzfristigen (d. h. 2020) und eines mittelfristigen Zeithorizonts (d. h. 2030) analysiert.



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