Doktorarbeit: Berufliche Fort- und Weiterbildung im Gesundheitswesen

Berufliche Fort- und Weiterbildung im Gesundheitswesen

Ein theoretisches Modell der praktischen Bildungsarbeit – dargestellt am Beispiel des Krankenhaus-Betriebes. Eine Fallstudie zum beruflichen Alltag

Studien zur Erwachsenenbildung, Band 32

Hamburg 2011, 484 Seiten
ISBN 978-3-8300-5741-3 (Print), ISBN 978-3-339-05741-9 (eBook)

Rezension

[...] Die vorliegende Arbeit ist einerseits als Dissertation konzipiert, die an einer philosophischen Fakultät eingereicht wurde. Sie stellt damit vergleichsweise hohe Anforderungen an Begrifflichkeiten, an die Vorkenntnisse aus der Pädagogik sowie an qualitative Forschungsmethoden. Andererseits handelt es sich um eine Fallstudie, die auf einer langjährigen Erfahrung basiert. Die vorliegende Arbeit ist folglich einerseits all denjenigen zu empfehlen, die auf der Suche nach einem theoretischen Konzept der Fort- und Weiterbildung in Krankenhäusern sind, andererseits ist sie lesenswert für Wissenschaftler, die ein Beispiel für eine konkrete Anwendung pädagogischer Theorie suchen. [...]

Steffen Fleßa, in:
socialnet Rezensionen, 03.01.2012

Berufspädagogik, Bildungsarbeit, Erwachsenenpädagogik, Fortbildung, Gesundheitsbereich, Lernfelder, Pädagogik, Programmanalyse, Weiterbildung

Zum Inhalt

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Weiterbildung im Gesundheitswesen – hier speziell im Krankenhausbetrieb – ist trotz der Größe der Betriebe, der Vielzahl der dort Arbeitenden und der in vielen Arbeitsbereichen stattfindenden Veränderungen ein noch wenig institutionalisierter und wissenschaftlich beschriebener Arbeitsbereich.

Die empirische Studie stellt ein für die Fort- und Weiterbildung im Krankenhausbetrieb entwickeltes theoretisches Handlungsmodell vor. Sie analysiert den Stellenwert, die Funktion und das Potenzial des Modells unter dem Anspruch des theoriegeleiteten makro- und mikrodidaktischen Auf- und Ausbaus der Weiterbildungsarbeit im Zeitraum von 1989 – 2005. Methodologische Grundlage ist der Fallstudienansatzes mit der Auswertungsmethode der Qualitativen Inhaltsanalyse.

Das theoretische Modell zeigt makro- und mikrodidaktische Handlungsfelder auf, die konstitutive Faktoren der Programmplanung und -realisation in ihrem Implikationszusammenhang beinhalten. Es hält dazu an, ein Problembewusstsein für das umfangreiche und prozessorientierte erwachsenenpädagogische Handeln zu schaffen, damit Fort- und Weiterbildung sich vor allem am beruflichen Lebenszusammenhang des Mitarbeiters im Betrieb orientieren. Innerbetriebliche Fort- und Weiterbildungen werden vor dem Hintergrund der Faktoren der didaktischen Programmplanung und des innerinstitutionell entwickelten Selbst- und Aufgabenverständnisses aufgefasst als zielgerichtete und geplante Lehr-Lernprozesse für Zielgruppen im beruflichen Lebenszusammenhang in eigens dafür institutionalisierten Lehr-Lernarrangements.

Als Ergebnis der Analyse der didaktischen Programmplanung konnte herausgestellt werden, wie mit dem theoretischen Modell gearbeitet wird, welchen Einfluss die Bedingungsfaktoren der makrodidaktischen Handlungsfelder auf die Fort- und Weiterbildungsarbeit haben und welche Gestaltungsmöglichkeiten erwachsenenpädagogisches Handeln hat. In einer Längsschnittanalyse wurde das Profil der didaktischen Programmplanung für den genannten Zeitraum anhand bestimmter, begründet ausgewählter Schwerpunkte herausgearbeitet. Selbstverständlich steht es auch im Zusammenhang mit Ergebnissen der Analyse der Budgetentwicklung und der Gesamtkosten der Fort- und Weiterbildung.

Ergebnisse des mikrodidaktischen Handlungsfeldes beziehen sich auf geplante, durchgeführte und evaluierte Programme wie z. B. Train-The-Trainer, Supervision und Beispiele von berufsbegleitenden WB-Lehrgängen im Pflegebereich.

Die Ergebnisse dieser Fallstudie sind für alle interessant, die sich theoretisch und praktisch mit dem Auf- und Ausbau der Weiterbildungsarbeit im Gesundheitswesen bzw. im Krankenhausbereich beschäftigen.

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