Doktorarbeit: Kindliche Zwei- und Mehrsprachigkeit – Aspekte der Wortschatzentwicklung

Kindliche Zwei- und Mehrsprachigkeit –
Aspekte der Wortschatzentwicklung

Voraussetzungen und Einflussfaktoren. Strategien, Code-Switching, Transfer und Sprachmischen

PHILOLOGIA – Sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 154

Hamburg 2011, 284 Seiten
ISBN 978-3-8300-5478-8 (Print & eBook)

Angewandte Linguistik, Bilingualismus, Bilingualismusforschung, Code-Mixing, Code-Switching, Frühkindlich, Mehrsprachigkeit, Spracherwerb, Spracherwerbsforschung, Sprachwissenschaft, Strategien, Transfer, Wortschatzerwerb, Zweisprachigkeit

Zum Inhalt

In dieser Forschungsarbeit werden verschiedene Aspekte des zwei- und mehrsprachigen kindlichen Spracherwerbs in Bezug auf Wortschatzentwicklung, die Anwendung von Spracherwerbs- und Kommunikationsstrategien sowie Code-Switching, Transfer und Spachmischen näher beleuchtet. Als Analysegrundlage dienten ein über mehrere Jahre angelegtes Sprachkorpus und eine Querschnittsstudie. Dabei wird der monolinguale Spracherwerb dem zwei- und mehrsprachigen gegenüber gestellt und Unterschiede herausgearbeitet.

Es finden unter anderem folgende Fragen eine Antwort: Welche biologischen, neurobiologischen, motorischen und kognitiven Voraussetzungen müssen für einen ‘normalen’ Spracherwerb gegeben sein und wie wird dieser auf sozialer, emotionaler Ebene sowie durch die Persönlichkeit eines Kindes beeinflusst? Wie stellt sich eine zwei- und mehrsprachige kindliche Sprachentwicklung im Vergleich zu einer monolingualen dar? Inwiefern können Kinder mit einer dominanten Sprache und ohne ausgewogenen Kontakt mit der zweiten (und dritten) schwächeren Sprache auf ein kindlich angemessenes Niveau von sprachlichen Kompetenzen im rezeptiven und produktiven Bereich kommen, das sie befähigt, in ihrer Lebenswelt in zwei (bzw. drei) Sprachen handlungsfähig zu sein? Gibt es eine andere Methode als une personne, une langue, die Erfolg hat? Welche Rolle spielen (Kommunikations)Strategien im Zusammenhang mit dem doppelten/ dreifachen Erstsprachenerwerb? Welche Rolle spielen Code-Switching, Sprachmischungen und Transfer während der Kommunikation in den verschiedenen Sprachen? Haben Zwei- und Mehrsprachige „besondere“ Fähigkeiten im Kontext Sprache? Welchen Einfluss übt der kindliche Individualismus auf die Sprachentwicklung aus, und welche Rolle kommt dahingegen den Eltern bei einer zwei- oder mehrsprachigen Erziehung zu?

Dabei werden u.a. zwei neue Kategorisierungen vorgenommen, bei denen 14 Gründe für ein Code-Switching sowie 14 kindliche sprachliche Strategien aufgeführt und erklärt werden.

Im Zuge der aktuellen Diskussion um Zwei- und Mehrsprachigkeit in Familie, Schule und Gesellschaft ist dieses Buch ein wertvoller Beitrag, der nicht nur Hintergründe beschreibt, sondern auch einige Handlungsempfehlungen enthält.



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