Dissertation: Bagatellschäden an Kraftfahrzeugen

Bagatellschäden an Kraftfahrzeugen

Schriften zum Versicherungs-, Haftungs- und Schadensrecht, Band 29

Hamburg 2010, 164 Seiten
ISBN 978-3-8300-5292-0 (Print & eBook)

Allgemeines Lebensrisiko, Allgemeines Zivilrecht, Automobil, Dispositionsfreiheit, Kfz-Versicherungen, Naturalrestitution, Rechtswissenschaft, Schadensrecht, § 249 BGB

Zum Inhalt

Das Werk befasst sich mit der schadensrechtlichen Beurteilung von Bagatellschäden an Kraftfahrzeugen und beleuchtet die derzeit bestehende Rechtslage in Deutschland. Ausgangspunkt der Untersuchung sind die §§ 249 ff. BGB.

Die Autorin behandelt einen rechtspolitisch und volkswirtschaftlich interessanten Aspekt des Schadensrechts, der in dieser Dimension bisher noch keine Beachtung fand. Der Verfasserin geht es darum, einen Weg aufzuzeigen, wie die Solidargemeinschaft der Kraftfahrzeughaftpflichtversicherten bei Kleinschäden entlastet werden könnte.

Nach dem Grundsatz der Totalreparation hat jeder Geschädigte bei einem noch so kleinen Schaden einen Anspruch auf Schadensersatz. Durch die Regelung des § 249 II BGB hat der Geschädigte auch im Falle der Nichtreparatur Anspruch auf die fiktiven Reparaturkosten, so dass er die voraussichtlichen Kosten für die Reparatur abzüglich 19% Mehrwertsteuer (Umsatzteuer) einfordern kann. Hier hat der Geschädigte gerade im Bereich der minimalen Schäden eine geradezu unverhoffte Einnahmequelle erhalten, zu Lasten der Solidargemeinschaft der Versicherten. Der Gedanke, der sich angesichts solcher wirtschaftlich unsinnigen Folgen des Schadensrechts aufdrängt, ist der nach einer Restriktion des Schadensersatzrechts im Bereich der Bagatellschäden. Eine solche könnte im Einklang mit dem bestehenden Recht durch eine Einschränkung über das Kriterium des Allgemeinen Lebensrisikos erreicht werden.

Das Buch zeigt die Grundzüge des Schadensrechts auf, liefert Daten und Fakten aus der Versicherungswirtschaft und gibt eine praktikable Definition eines Bagatellschadens. Die Kriterien, anhand derer der Ausschluss über das allgemeine Lebensrisiko zu erreichen ist, werden dogmatisch klar und nachvollziehbar aufgezeigt.



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