Doktorarbeit: Persönlichkeitsstörungen und Störungen der Impulskontrolle bei alleinstehenden wohnungslosen Männern

Persönlichkeitsstörungen und Störungen der Impulskontrolle bei alleinstehenden wohnungslosen Männern

Eine repräsentative Untersuchung aus München

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 152

Hamburg 2010, 196 Seiten
ISBN 978-3-8300-5156-5 (Print & eBook)

Antisoziale Persönlichkeitsstörung, Epidemiologie, Impulskontroll-Persönlichkeitsstörung, Impulskontrolle, Klinische Psychologie, Obdachlosigkeit, Persönlichkeitsstörungen, Prävalenzraten, Psychiatrie, Psychologie, Repräsentative Untersuchung, SKID, Störungen der Impulskontrolle, Wohnungslose Männer, Wohnungslosigkeit

Zum Inhalt

In Deutschland leben mehr als 130.000 wohnungslose Menschen. In der Allgemeinbevölkerung existieren viele Vorurteile darüber, was die Ursachen für Obdachlosigkeit sein könnten, wie z.B. Alkoholabhängigkeit oder fehlende Änderungsmotivation. Diese Vermutungen greifen deutlich zu kurz, dennoch ist auch die wissenschaftliche Datenlage noch immer sehr dürftig. Trotz jahrzehntelanger internationaler Forschungsarbeit mangelt es noch immer an methodisch hochwertigen Untersuchungen.

Das Buch setzt sich mit auslösenden und aufrechterhaltenden Faktoren von Wohnungslosigkeit bei alleinstehenden Männern auseinander, wobei neben dem Alkoholkonsum und anderen psychischen Erkrankungen ein Schwerpunkt auf Persönlichkeitsstörungen und Störungen der Impulskontrolle liegt. Es handelt sich um eine repräsentative Fall-Kontroll-Studie aus München, in welcher strukturierte klinische Interviews zum Einsatz kamen.

Die wohnungslosen Männer wiesen mehr psychische Erkrankungen auf als die Männer der Allgemeinbevölkerung. Die wohnungslosen Männer mit Persönlichkeitsstörungen bzw. Störungen der Impulskontrolle lebten häufig unter noch schlechteren Bedingungen bzw. hatten oft noch schlechtere Vorbedingungen als die wohnungslosen Männer ohne solche psychischen Störungen. Es wurde außerdem untersucht, welche Faktoren bei wohnungslosen Männern zur Entwicklung von sog. „Impulskontroll-Persönlichkeitsstörungen“ führen können. Die Ergebnisse werden bezüglich der Versorgung wohnungsloser Männer diskutiert, auch im Hinblick auf die zukünftige Forschung.



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