Forschungsarbeit: Mathematische Forschung und Lehre an der Universität Wittenberg

Mathematische Forschung und Lehre an der Universität Wittenberg

Band 1. Frühe Mathematik und Kometenbeobachtung in Wittenberg

Mathematische Forschung und Lehre im 16. und 17. Jahrhundert, Band 1

Hamburg 2010, 194 Seiten
ISBN 978-3-8300-5010-0 (Print), ISBN 978-3-339-05010-6 (eBook)

Ambrosius Rhodius, Astronomie, Astronomische Beobachtungen, Astronomische Instrumente, Erasmus Schmidt, Geschichte, Johann Baptist Cyoat, Johannes Kepler, Komet von 1618, Mathematik, Mathematikgeschichte, Mathematische Lehre, Philipp Melanchthon, Universität Wittenberg

Zum Inhalt

Die Entwicklung der mathematischen Lehre an der Wittenberger Hochschule ist, insbesondere in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens, durch protestantisches Wissenschaftsverständnis, sowie durch den Einfluss und die wissenschaftlichen Lehrintentionen Philipp Melanchthons geprägt. Anhand der Darstellung der mathematischen Lehrsituation an der Wittenberger Hochschule in den ersten zwei Jahrhunderten ihres Bestehens, in denen typische Entwicklungstendenzen und Charakteristika aufgezeigt werden, wird im ersten Teil dieses Bandes ein anschauliches und vielschichtiges Bild über den Stand und den Stellenwert der Mathematik resp. der mathematischen Lehre an der Wittenberger Universität vermittelt.

Mathematikgeschichte vergangener Jahrhunderte zu erforschen, bedeutet aber meist auch eine Beschäftigung mit Astronomie, da beide Wissenschaften seit der Antike und den ersten noch heute bekannten Weltbildern und -modellen untrennbar miteinander verbunden waren. Im zweiten Teil dieses Bandes wird mit der Untersuchung der Kometenschriften der Wittenberger Mathematikprofessoren Ambrosius Rhodius und Erasmus Schmidt ein Beitrag zum Verständnis der Geschichte der mathematisch-astronomischen Lehre und Forschung an der Universität Wittenberg im frühen 17. Jahrhundert erbracht. Neben Ablauf und Umsetzung der Beobachtungen und Berechnungen zur Bewegung und Bahn des Kometen liegt die inhaltliche Schwerpunktsetzung ferner auf der Qualität der Messungen und der vermutlichen Intention der jeweiligen Schrift und nicht zuletzt auf dem Versuch einer Einordnung dieser Schriften in die mathematisch-astronomische Wissenschaft des frühen 17. Jahrhunderts.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben