Doktorarbeit: Steuerliche Gestaltungsoptimierung der Finanzierung von Projekten im Ausland

Steuerliche Gestaltungsoptimierung der Finanzierung von Projekten im Ausland

Eine Analyse aus der Sicht inländischer Projektbeteiligter in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre in Forschung und Praxis, Band 56

Hamburg 2010, 702 Seiten
ISBN 978-3-8300-4917-3 (Print & eBook)

Betriebswirtschaftslehre, Betriebwirtschaftslehre, Doppelbesteuerung, Internationales Steuerrecht, Projektfinanzierung, Qualifikationskonflikte, Steuerbelastungsvergleich, Steuergestaltung, Steuerlehre, Steuerplanung, Unternehmensbesteuerung, Veranlagungssimulation

Zum Inhalt

Projektfinanzierungen stellen ein in der betriebswirtschaftlichen Literatur vielfach beachtetes Thema dar. Die steuerlichen Probleme von Projektfinanzierungen werden jedoch in der Literatur kaum behandelt. In der Studie werden einerseits steuerrechtliche Überlegungen insbesondere zum Auftreten von Qualifikationskonflikten bei internationalen Projektfinanzierungen angestellt und andererseits ausgewählte Bereiche der steuerlichen Gestaltung internationaler Projektfinanzierungen mittels Veranlagungssimulationen analysiert.

Im Rahmen der steuerrechtlichen Untersuchungen zeigt sich, dass Projektfinanzierungen aufgrund der hier üblichen Risikoverteilungsstrukturen eine gewisse Nähe zu hybriden Finanzierungen aufweisen können und in steuerrechtlicher Hinsicht ähnliche Fragestellungen aufwerfen.

Die steueranalytischen Untersuchungen gehen von dem Grundgedanken aus, dass sich Projektfinanzierungen von klassischen Unternehmensfinanzierungen vor allem dadurch unterscheiden, dass bei Projektfinanzierungen die Finanzierung eines isolierten ‘Vorhabens‘ im Mittelpunkt steht, das einen definierten Anfang und ein Ende aufweist. Darauf aufbauend lassen sich anhand von idealtypischen Projektverläufen mehrperiodige steuerliche Untersuchungen durchführen – ganz im Unterschied zum Herausgreifen einzelner Perioden im Rahmen der Literatur zur klassischen Unternehmensbesteuerung. Es zeigt sich, dass die vorgenommenen mehrperiodigen Analysen nicht selten zu anderen Ergebnissen führen als die aus der Literatur bekannten einperiodigen Betrachtungen. Dabei erweist sich ein spezifischer mehrperiodiger Untersuchungsaufbau als erforderlich, um den Charakteristika einer Projektfinanzierung, etwa die Orientierung am Cash-Flow eines Projektes auch unter Berücksichtigung einer Anlaufverlustphase, gegenüber einer ‘klassischen‘ Unternehmensfinanzierung in steuergestalterischer Hinsicht gerecht zu werden.



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