Doktorarbeit: Die Perzeption von Gewalt im Geschlechterverhältnis in Eritrea

Die Perzeption von Gewalt im Geschlechterverhältnis in Eritrea

Eine Untersuchung über die Gewalterfahrung weiblicher Rekrutinnen

Gender Studies – Interdisziplinäre Schriftenreihe zur Geschlechterforschung, Band 11

Hamburg , 230 Seiten

ISBN 978-3-8300-3906-8 (Print)
ISBN 978-3-339-03906-4 (eBook)

Zum Inhalt

„If you hide your wound, you also hide your medicine"*

Die zentrale Zielsetzung dieser empirisch angelegten Untersuchung gilt der Analyse des innergesellschaftlichen Diskurses in Eritrea um Gewalt gegen Frauen. Aufgezeigt wird, in welcher Weise von Regierungs- und Bevölkerungsseite in Eritrea über gesellschaftliche Gewaltphänomene – insbesondere über sexualisierte Gewalt – debattiert wird. Im Mittelpunkt der Forschung stehen dabei die aktuellen Alltags- und Gewalterfahrungen weiblicher Militärangehöriger in der eritreischen Armee, um auf dieser Basis zu generalisierenden Erkenntnissen zum Gewaltphänomen im Geschlechterverhältnis innerhalb der Gesamtgesellschaft Eritreas gelangen zu können.

Die in der Studie befragten Personen konnten zwar mit ihren Beobachtungen kein quantifizierbares Ausmaß erlebter Gewalt angeben. Dennoch waren sie in der Lage, über konkrete Gewaltvorfälle aus ihrem persönlichen Umfeld zu berichten. Gewalt gegen Frauen stellt trotz der Tabuisierung in der eritreischen Gesellschaft ein weit verbreitetes Phänomen dar.

> * Dieses hier wortwörtlich übersetzte Sprichwort aus dem Tigrinia bedeutet, wer soziale Probleme ausblendet oder leugnet, verhindert gleichzeitig auch deren Überwindung.

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