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Doktorarbeit: Chancen und Risiken strafrechtlicher Wiedergutmachung für die Verteidigung

Chancen und Risiken strafrechtlicher Wiedergutmachung für die Verteidigung

Schriften­reihe des Instituts für Anwalts- und Notar­recht der Universität Bielefeld, Band 21

Hamburg 2008, 262 Seiten
ISBN 978-3-8300-3549-7

Rechtswissenschaft, Risiken, Schadenswiedergutmachung, Strafrechtliche Wiedergutmachung, Strafverteidiger, Täter-Opfer-Ausgleich, Verteidiger, Verteidigungsgründe

Zum Inhalt

Die Abhandlung widmet sich einem gleichermaßen grundsätzliches wie aktuellen Thema. Das Strafrecht ändert sich: Wiedergutmachung und Täter-Opfer-Ausgleich haben seit etwa Mitte der 1980er Jahre, zunächst im Jugendstrafrecht – erprobt durch Modellprojekte – und später auch Eingang in die Rechtspraxis des Erwachsenenstrafrecht gefunden. Im Kontext des Verbrechensbekämpfungsgesetzes hat die Idee konstruktiver Tatverarbeitung 1994 durch Einfügung des § 46a StGB als materielle Kernnorm strafrechtlicher Wiedergutmachung normative Umsetzung erfahren. Die Rechtsinstitute Täter-Opfer-Ausgleich und Schadenswiedergutmachung gewinnen seitdem an Bedeutung. Für die Strafverteidigung eröffnen sich damit neue Perspektiven. Will der Strafverteidiger die Möglichkeiten dieser modernen Rechtsinstitute zum Wohle des Mandanten nutzen, muss er die Optionen nicht allein sinnvoll in die Verteidigungskonzeption einbauen. Er muss auch die mit der Wahrnehmung verbundenen Risiken kennen.

Der Autor hat sich einer Thematik angenommen, die in der gesamten Entwicklung der letzten 20 Jahre keiner expliziten Betrachtung unterworfen wurde. Die interdisziplinär angelegte und auch für den praktisch tätigen Verteidiger wertvolle Untersuchung leuchtet ein spannendes Schnittfeld des Sanktionenrechts einerseits und der Strafprozessrechtspraxis andererseits aus. Kriminologische und rechtstatsächliche Aspekte runden die ansprechende und theoretische verdichtete Untersuchung ab.

Der Verfasser stellt zunächst das normative Konzept strafrechtlicher Wiedergutmachung dar, um darauf aufbauend einen rechtstatsächlichen Eindruck von Täter-Opfer-Ausgleich und Schadenswiedergutmachung zu skizzieren. Der Darstellung und Erarbeitung der Chancen für die konkrete Verteidigung und der Verteidiger im allgemeinen schließt sich die umfassende Darstellung von Risiken für die praktisch-konkrete Verteidigung an. Die Untersuchung schließt mit einem Blick auf die Risiken für die Kultur der Strafverteidigung, die sich aus der dem Konzept strafrechtlicher Wiedergutmachung inhärenten Konsensorientierung im Strafverfahren ergeben.



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