Dissertation: Profisportler zwischen Arbeitsrecht und Unternehmertum

Profisportler zwischen Arbeitsrecht und Unternehmertum

Ein Beitrag zum Arbeitnehmerbegriff am Beispiel des Berufsfußballers

Schriftenreihe arbeitsrechtliche Forschungsergebnisse, Band 79

Hamburg 2006, 398 Seiten
ISBN 978-3-8300-2375-3 (Print & eBook)

Arbeitnehmerbegriff, Arbeitsrecht, Berufsfußballer, Berufssportler, Dienstvertrag, Lizenzfußball, Profisportler, Rechtswissenschaft, Sportrecht, Vertragsfreiheit

Zum Inhalt

Spitzensportler werden ob ihrer sportlichen Leistungen gefeiert und verehrt. Hinsichtlich ihrer hohen Verdienste wird es aber auch als ungerecht empfunden, wenn die Sportler rechtlich im gleichen Maße geschützt werden wie „Normalverdiener“.

Da die Rechtsprechung die Berufsfußballer als Arbeitnehmer einordnet, ist es theoretisch möglich und praktisch vorgekommen, dass die hoch bezahlten Publikumslieblinge Urlaubsansprüche, Entgeltfortzahlungsansprüche oder Steuererleichterungen für sich beanspruchen.

Gerade auf Grund der problematischen Einordnung der Berufsfußballer als Arbeitnehmer plädiert Menke in seinem Buch dafür, auf einen ausgedehnten Arbeitnehmerbegriff zu verzichten und zu akzeptieren, dass die Parteien die Anwendung des Arbeitsrechts abwählen und als freie Unternehmer den Vertrag gestalten.

Die Bearbeitung dieser Problematik erfolgt in mehreren Schritten:
Zunächst wird der allgemeine Arbeitnehmerbegriff mit seinen Definitionselementen analysiert. Es folgt eine Konkretisierung des Arbeitnehmerbegriffs im Bereich der Berufssportler. Anschließend wird die komplexe Vertragsituation des Berufsfußballsportlers dargestellt. Die Zusammenführung des konkretisierten Arbeitnehmerbegriffs und der besonderen Verhältnisse des Berufsfußballs führt zu einer differenzierten Betrachtung der Abhängigkeit und Freiheit des Berufsfußballers. Aus der neu gewonnen Vertragstypenfreiheit resultieren vertragliche Gestaltungsformen, die dem Fußballsport sehr viel adäquater sind als der schlichte Arbeitnehmerbegriff.



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