Dissertation: Verbraucherschutz bei Rechtsgeschäften per Internet

Verbraucherschutz bei Rechtsgeschäften per Internet

Recht der Neuen Medien, Band 30

Hamburg 2006, 438 Seiten
ISBN 978-3-8300-2334-0 (Print & eBook)

AGB, Allgemeine Geschäftsbedingungen, Fernabsatz, Gerichtsstand, Internet, Neue Medien, Rechtswissenschaft, Verbraucherschutz, Vertragsabschluss

Zum Inhalt

Das Internet ist eines der bedeutsamsten Kommunikationsmedien unserer Zeit, das zunehmend auch zur Anbahnung von Vertragsabschlüssen verwendet wird. So wurde der weltweite Umsatz im Online-Shopping für das Jahr 2004 insgesamt auf 428,1 Milliarden Dollar geschätzt. Hierbei nehmen die USA mit der erstmaligen Überschreitung der 100 Milliarden Dollar-Grenze eine Spitzenposition im Online-Geschäft ein. In Europa haben im Jahr 2004 rund 60 Millionen Geschäfte per Internet stattgefunden – das sind 50 % mehr als zu Beginn des Jahres 2003. Innerhalb Europas steigt der Internethandel in Deutschland am stärksten: Schätzungen zufolge könnte Deutschland seinen Anteil am weltweiten Internethandel in den nächsten Jahren von derzeit 7 % sogar auf 10 % steigern.

Der deutsche Verbraucher kann ohne großen Aufwand vom heimischen Computer aus kontrahieren, ohne die in Anspruch genommene Leistung jemals geprüft zu haben. Daraus erwachsen wegen der Möglichkeit grenzüberschreitender Vertragsabschlüsse zunächst Fragen des Internationalen Privat- und Verfahrensrechts: So stellt sich insbesondere die Frage, unter welchen Voraussetzungen das deutsche Recht bei einem per Internet geschlossenen Vertrag zur Anwendung kommt und an welchem Gerichtsstand der deutsche Verbraucher seine Ansprüche gegen den (ausländischen) Internetanbieter durchsetzen könnte.

In materieller Hinsicht stellen sich insbesondere Fragen des Verbraucherprivatrechts: Unter welchen Voraussetzungen werden etwaige Allgemeine Geschäftsbedingungen des Internetanbieters in den online geschlossenen Vertrag einbezogen? Wie sind die Vorschriften des Verbraucherkredits und des Haustürwiderrufsrechts anzuwenden? Ist bei online geschlossenen Verträgen das Schutzprogramm des Fernabsatzrechts aufgerufen?

Auf alle diese Fragen bemüht sich diese Arbeit Antworten zu geben und versucht, einen weiten Bogen zu spannen, um die Rechtsstellung des Verbrauchers vom Vertragsabschluss bis zum Stadium der Rechtsdurchsetzung zu durchleuchten.



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