Doktorarbeit: Frauenstimmen im französischen Chanson und in der italienischen Canzone

Frauenstimmen im französischen Chanson und in der italienischen Canzone

Ein Genre und seine Interpretinnen

Studien zur Romanistik, Band 2

Hamburg 2002, 310 Seiten
ISBN 978-3-8300-0747-0 (Print)

Canzone, Canzonensängerinnen, Chanson, Chansonsängerinnen, Dalida, Edith Piaf, Einsamkeit, Juliette Gréco, Liebe, Literaturwissenschaft, Milva, Ornella Vanoni, Patricia Kaas, Patty Pravo, populäre Musik, Romanistik, Tod

Zum Inhalt

Sie singen von der Liebe, von der Einsamkeit und vom Tod, sie erzählen kleine Geschichten aus dem täglichen Leben oder lassen humoristischen Phantasien freien Lauf. Ihre Geschichten enden manchmal gut, oft auch traurig und wirken mitunter täuschend echt. Manche von ihnen scheuen auch nicht vor kritischen und ernsten Tönen zurück. Im Rampenlicht erwecken sie durch ihre Stimme und ihren Vortrag die Chansons zum Leben. Häufig vermischen sich Elemente aus ihrem Privatleben mit den Qualitäten auf der Bühne. Ist die Mischung erfolgreich, werden nicht selten Karrieren geboren, die über Jahrzehnte andauern und die dazu beitragen, bestimmte Stars in den Rang von Mythen zu erheben.

Die Rede ist von den Interpretinnen und Interpreten, die für die Existenz von Liedern ein unverzichtbarer Bestandteil sind. Betrachtet man die großen Namen der Interpreten von französischem Chanson und italienischer Canzone, so wird man rasch feststellen, dass der Anteil der Frauen relativ hoch ist: Édith Piaf, Juliette Gréco, Barbara, Dalida, Patricia Kaas oder auch Mina, Ornella Vanoni, Patty Pravo und Milva sind Namen, die allgegenwärtig sind und die für die Tradition von Chanson und Canzone eine große Bedeutung haben.

Wie aber setzen die Interpretinnen ihre Rolle als Stimme von Chanson und Canzone um? Wie spielen die Bestandteile einer gelungenen Interpretation zusammen? Welche Entwicklung hat die Institution der Interpretin in Frankreich und Italien seit dem Ende des 19. Jahrhunderts genommen? Und schließlich: Kann die Interpretin als ideale Vermittlungsinstanz von Chanson und Canzone gesehen werden? Auf diese und andere Fragen versucht die vorliegende Studie anhand einer materiellen Ausgangsbasis von 18 ausgewählten Interpretinnen und ihrem Repertoire eine Antwort zu finden.



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