Habilitation: Sport - Lebenshilfe und Risiko

Sport - Lebenshilfe und Risiko

Schriften zur Sportwissenschaft, Band 22

Hamburg , 170 Seiten

ISBN 978-3-8300-0169-0 (Print)

Rezension

Ein interessanter Lesestoff für all diejenigen, die auf fundierter Grundlage zum eigenen Sporttreiben wie auch dem aktiven Sport von Kindern und Jugendlichen treffen wollen.
www.sportbox.de, 2000

Zum Inhalt

Die Tatsache, dass sich unser Leben in zunehmendem Maß zwischen Extremen abspielt, kommt ganz besonders deutlich in der Einstellung des sogenannten modernen Menschen zu Bewegung, Arbeit und Sport zum Ausdruck. Gerade der Sport ist ein zwar faszinierendes, gleichzeitig aber auch sehr ambivalentes Phänomen. Durch seine enorme Ausweitung, seine leistungsmäßige Radikalisierung und seine zunehmende Bedeutung in der Prophylaxe und Therapie - aber auch leider in der Pathologie - wirft er heute viele medizinische, psychologische, soziale und pädagogische Probleme auf, deren Lösung nicht immer ganz einfach ist. Auf der einen Seite stellt er für den bewegungsverarmten und einseitig belasteten Menschen von heute einen lebensnotwendigen Ausgleich dar, auf der anderen Seite kann er, wie jede Schwerarbeit, auch ein Risiko darstellen, das die Gefahr schwerwiegender Abnutzungserscheinungen und Verletzungen birgt.

Diese Studie, die sich auf über sechs Jahrzehnte Erfahrung des Verfassers im Hochleistungssport und in der Sportmedizin sowie auf seine umfangreiche wissenschaftliche Forschung stützt, ist nicht als negative Kritik am Sport zu verstehen, sondern eher als eine Art Apologie, die zum besseren Verständnis des Sports sowie zu seiner richtigen Interpretation und Verwendung beitragen will. In diesem Zusammenhang bekommt auch Juvenals Wort vom „Gesunden Geist in einem gesunden Körper“ seinen besonderen Sinn. Schließlich geht es auch darum, dass die großen Werte des Sports für den heutigen Menschen, von Erholung, Prophylaxe und Therapie bis zur Persönlichkeitsbildung des jungen Menschen und Verbesserung der Lebensqualität, nicht verloren gehen.

Zum Autor

Ludwig Prokop, geb. 1920, emeritierter Professor des Instituts für Sportwissenschaften der Universität Wien, war von 1969 bis 1993 Direktor des Österreichischen Instituts für Sportmedizin. Von ihm liegen mehr als 800 Publikationen vor, darunter 32 Bücher in 13 Sprachen auf dem Gebiet der Sportmedizin zu Ernährung, Rehabilitation, Altersproblemen, Hautproblemen, Doping, Sauna, Blutalkohol u.a. Er ist Ehrenmitglied mehrerer internationaler Gesellschaften, u.a. der New York Academy of Sciences, und war jahrelang im Europarat, bei der UNESCO und der WHO tätig. Er ist ehemaliger Präsident der Internationalen Gesellschaft für Sportmedizin (FIMS) und Träger mehrerer wissenschaftlicher Preise und höchster Orden. Er nahm an verschiedenen deutschen und österreichischen Meisterschaften im Schwimmen, Fechten und Modernen Fünfkampf teil sowie an 25 Olympischen Spielen als österreichischer Teamarzt und Mitglied der Medizinischen Kommission des Internationalen Olympischen Komitees.

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