Doktorarbeit: Gestik als Verkörperung der Affekte
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Gestik als Verkörperung der Affekte

Erkenntnisse der T.R.A.C.E-Forschung im Kontext der Kunstwissenschaft

Schriften zur Kunstgeschichte, Band 81

Hamburg , 188 Seiten

ISBN 978-3-339-13260-4 (Print)
ISBN 978-3-339-13261-1 (eBook)

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Gesten sind kommunikative Bewegungen der Hände und Arme — ähnlich dem sprachlichen Ausdruck. Sie werden verwendet, um die Gedanken, Gefühle oder Intention des Sprechers anschaulich darzustellen. In Gemälden veranschaulichen sie darüber hinaus die Hierarchie und Narration.

Bereits seit der Antike ist die Handgestik Gegenstand der Ausführungen innerhalb der Schriftwerke zur Rhetorik. Daneben finden sich in den kunsttheoretischen Traktaten der Renaissance entsprechende Passagen. Schon früh erkannten die Theoretiker beider Disziplinen, dass die Gestik nicht nur ein ästhetisches Element ist, sondern auch emotional auf den Rezipienten einwirkt.

Die Ausführungen zur Handgestik in der Rhetorik und der Kunsttheorie werden in einer ausführlichen Quellenanalyse miteinander verknüpft und verglichen. Hierbei liegt das Augenmerk auf den verbindenden Prinzipien. Die zugrunde liegenden Interaktionsregeln der Gestik werden analysiert und es werden ihre kommunikativen Möglichkeiten aufgezeigt. Ergänzend kommen Ausführungen zur Funktion der Gestik innerhalb des Bildraums hinzu.

Mit Blick auf die Perzeption wird gezeigt, dass nicht nur ästhetische Aspekte eine Rolle bei der emotionalen Wirkung eines Kunstwerks spielen, sondern auch die Regeln des Angemessenheitsgebots (Decorum) relevant sind. Es wird untersucht, wie Affekte in einem Gemälde zum Ausdruck kommen müssen, um eine emotionale Reaktion beim Rezipienten zu erzeugen.

Da sich die Untersuchung im Spannungsfeld von Kunstwissenschaft und Neuroästhetik bewegt, wird die ausführliche Quellenanalyse mit den Erkenntnissen der neurowissenschaftlichen und experimentellen Arbeit zur Perzeption des Ornament- und Decorum-Phänomens von T.R.A.C.E. verbunden. Durch die Verknüpfung der Erkenntnisse aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen zeigt sich, dass Korrelate zwischen Handgestik und emotionaler Wahrnehmung bestehen. Durch die exemplarische Untersuchung von Bildwerken wird das entsprechende Wahrnehmungsmodell nachgezeichnet.

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