Forschungsarbeit: Das Sichtbarwerden des Unsichtbaren in der Elsässischen Legenda aurea

Das Sichtbarwerden des Unsichtbaren in der Elsässischen Legenda aurea

Schriften zur Mediävistik, Band 31

Hamburg , 378 Seiten

ISBN 978-3-339-12550-7 (Print)
ISBN 978-3-339-12551-4 (eBook)

Zum Inhalt

Die Studie verfolgt die Frage, wie es gelingen kann, dass Unsichtbares sichtbar und zugänglich gemacht wird. Grundlage dafür ist die um 1350 in Straßburg entstandene Elsässische Legenda aurea, die sich dadurch auszeichnet, dass in ihr Invisibles religiös interpretiert und imaginativ vor Augen gestellt wird. In der Studie wird ausführlich analysiert, wie Christen und Heiden mit der in der interkulturellen Begegnung sich einstellenden Differenzerfahrung in Bezug auf die Deutung des als unsichtbare Macht Widerfahrenen umgehen. Beobachtet werden dazu Verfahren der Plausibilisierung der kulturell jeweils unterschiedlich ausfallenden Konzeptionalisierung des Widerfahrenen sowie Formen zur Verifizierung der in der jeweiligen Kultur relevanten religiösen Grundoption: das Umschlagen von Kommunikation in Gewalt, die Macht der Ohnmacht, Bekenntnis und Zeugenschaft. Letztlich geht es um die Frage, wie eine Distanz von der Alltagserfahrung und die Aufmerksamkeit für das invisible religiöse Potential von Ereignissen eine ästhetische Wahrnehmung freisetzt, durch die in der Immanenz das erzählerisch zur Erscheinung gebrachte, christlich interpretierte Transzendente im Kontext von fremden Kulturen ansteckend wirkt und zur Überschreitung von impermeablen Grenzen führt.

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