Festschrift: Sinnlichkeit und DenkenReflexionen in Psychoanalyse, Kultur und Musik

Sinnlichkeit und Denken
Reflexionen in Psychoanalyse, Kultur und Musik

Festschrift anlässlich der Verabschiedung von Dietmut Niedecken aus dem Institut für Musiktherapie der Hochschule für Musik und Theater, Hamburg

Schriften zur Kulturwissenschaft, Band 125

Hamburg 2019, 210 Seiten
ISBN 978-3-339-11198-2 (Print), ISBN 978-3-339-11199-9 (eBook)

Alfred Lorenzer, Dietmut Niedecken, Geistige Behinderung, Heilpädagogik, History, Individuelle und Kulturelle Prozesse, Kulturwissenschaft, Musiktherapie, Pierre Bourdieu, Psychoanalyse, Psychologie, Schostakowitsch, Sonderpädagogik, Symbolisierung, Telos, The Act of Killing

Zum Inhalt

Diese Festschrift erscheint anlässlich der Verabschiedung von Dietmut Niedecken als Dozentin für Psychoanalyse am Institut für Musiktherapie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. ’Gewaltlose Integration des Divergierenden’ – so der Titel einer der Arbeiten Niedeckens – durchzieht als ein Grundanliegen ihr gesamtes Werk, und darum bemüht sich auch der vorliegende Sammelband.

Erfahrungen aus der Praxis der Musiktherapie werden auf ihren Sinn und ihre Bedeutung hin untersucht. Woraus erwächst dem Menschen Sinn, der ihn und seine Welt trägt und zusammenhält? Welche Bedeutung spielen dabei musikalische Phänomene? Welche Rolle spielen Erfahrungen von Sinnhaftigkeit in der Musik im Unterricht mit pubertierenden Jugendlichen? In einem weiteren Beitrag wird der Bedeutung im musikalischen Kunstwerk nachgespürt und kritisch hinterfragt. Der Frage nach dem Sinn der Weltgeschichte, einer Frage, die keine einfachen Antworten zulässt, ist ein philosophischer Essay gewidmet. Zugleich geht es in diesem Buch auch um Verstörendes. Ein Beitrag befasst sich mit dem Gewalthaften in der Musik, einer mit dem Sinn-Erleben in Sterbeprozessen. Auch die Beziehung zu gesellschaftlichen Randgruppen wird behandelt. Hier beschreibt ein Aufsatz, wie der Inklusion behinderter Menschen pädagogische Heilfantasien im Wege stehen können. Ein anderer zeigt auf, wie destruktive Herrschaftsmechanismen in der Begegnung mit dem Fremden auf den Plan gerufen werden. In zugespitzter Form werden in der Beschäftigung mit dem Film ’The Act of Killing’ gesellschaftliche Vernichtungsszenarien thematisiert. Nirgends finden sich dabei ’glatte Lösungen’. Alle Beiträge haben einen Bezug zur Psychoanalyse. Das Buch inspiriert, weil die Beiträge herausfordern, sich selber in Beziehung zu setzen zu dem Gelesenen – so wie es auch der Zusammenarbeit mit Dietmut Niedecken entsprechen würde.



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