: Neue Arbeits- und Produktionskonzepte und Notwendigkeit der Veränderung des arbeitsrechtlichen Regelungsrahmens

Neue Arbeits- und Produktionskonzepte und Notwendigkeit der Veränderung des arbeitsrechtlichen Regelungsrahmens

Eine Betrachtung unter Einbeziehung zunehmender Dezentralisierungs-, Globalisierungs- und Vernetzungstendenzen in der Arbeitswelt

Schriftenreihe arbeitsrechtliche Forschungsergebnisse, Band 6

Hamburg 1999, 416 Seiten
ISBN 978-3-86064-995-4 (Print)

Arbeitsrecht, Betriebsverfassungsgesetz, Dezentralisierung, Globalisierung, industriell, Personal, Produktionskonzepte, Rechtswissenschaft, Strategic Choice, Tarifrecht, Vernetzung, Zentralisierung

Zum Inhalt

Neue Arbeits- und Produktionskonzepte werden in den Unternehmen immer noch vor dem Hintergrund eines arbeitsrechtlichen Regelungsrahmens eingeführt und angewandt, der aus der stabilen Industriegesellschaft stammt. Entwicklungstendenzen zunehmender Dezentralisierung, Flexibilisierung, Globalisierung und Vernetzung finden im heutigen kollektiven Arbeitsrecht, insbesondere im Betriebsverfassungsgesetz bisher noch keine explizite Berücksichtigung.

Damit das kollektive Arbeitsrecht auch in der heutigen und zukünftigen Arbeitswelt noch den Interessenausgleich zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite sicherstellen kann und dabei gleichzeitig die veränderten wirtschaftlich bedingten Anforderungen erfüllt, setzt sich Martina Lühker in ihrem Buch kritisch mit dem Zusammenspiel zwischen Arbeitswelt und Arbeitsrecht auseinander. Der besondere Wert des Buches liegt darin, dass die Autorin sich interdisziplinär, unter Einbeziehung betriebswirtschaftlicher und juristischer Aspekte mit der Thematik beschäftigt.

Die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt und dem Arbeitsrecht mündet in den Entwurf eines arbeitsrechtlichen Regelungsrahmens für die Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Beziehungen in Unternehmen, der durch einen grundsätzlich neue Konstruktionslogik zukünftig eine flexible, integrative Veränderung von Arbeitswelt und Arbeitsrecht sicherstellt, ohne dabei seine ureigene Funktion des Interessenausgleichs zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeben zu müssen.

Mit diesem innovativen Gestaltungsvorschlag für einen neuen arbeitsrechtlichen Regelungsrahmen der Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Beziehungen gibt Martina Lühker wichtige Anstöße für den Gesetzgeber und die Tarifvertragsparteien bei der Neuordnung des kollektiven Arbeitsrechts.



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